Freitag, 15. April 2022

Rückblick auf unsere Lauffreundschaft mit Horst Preisler

Josef, Gisela, Horst, Karlheinz im Ziel Mergelland Marathon
Horst Preisler mit den Autoren und Josef Steingaß
im Ziel des Mergelland-Marathons, 9.09.2001
Die beiden bedeutendsten Pioniere der deutschen Langlaufszene, Horst Preisler und Werner Sonntag, sind über den Jahreswechsel 2021/2022 im Abstand von nur 5 Monaten verstorben. Ein Post widmet den beiden Helden einen Nachruf: Werner Sonntag und Horst Preisler laufen nicht mehr! 
Dieser Post beschreibt, wie unsere Lauffreundschaft entstanden ist und sich über mehr als 10 Jahre gestaltete. 
In der Laufszene ist Horst Preisler eine berühmte Persönlichkeit, über die Reportagen, Filme, Berichte und auch Bücher veröffentlicht wurden. Bei Laufveranstaltungen war Horst stets von Menschen umringt. Medienvertreter hofierten ihn und luden ihn häufig zu Pressekonferenzen und Interviews ein. Privat lernten wir Horst als bescheidenen, geerdeten und auch religiösen Menschen kennen, der weltweite Läuferfreundschaften pflegte, die ihm äußerst wichtig waren, der aber auch ethischen Prinzipien folgte, keinen Alkohol trank und keineswegs Everybody’s Darling spielte. Wenn ihm Dinge deutlich missfielen, hielt sich Horst mit seiner Meinung nicht zurück. Von ihm selbst wissen wir, dass er mit dem 100 Marathon Club fremdelte. Die Ehrenmitgliedschaft verstand er als ein Versöhnungsangebot, das man nicht ausschlägt. Horst umgab eine Aura, die nur Experten sahen, weil er öffentlich völlig uneitel auftrat. Bekleidung wählte Horst nach praktischen Aspekten. Gegenüber Mode zeigte Horst provozierendes Desinteresse. Seine Laufbekleidung wirkte oft ärmlich, weil Horst sein Budget für Reisen benötigte. Für Laufbekleidung investierte er kein oder nur wenig Geld und trug sie bis zum völligen Verschleiß.

Donnerstag, 14. April 2022

Werner Sonntag und Horst Preisler laufen nicht mehr!

Werner Sonntag beim Graubünden-Marathon 2002
CC-BY-SA-3.0-migrated
Horst Preisler
Im Abstand von ca. 5 Monaten hat die deutsche Ultra-Langlaufszene zwei ihrer herausragenden Pioniere und Protagonisten verloren. Werner Sonntag, geboren am 22. Juni 1926 in Görlitz, Niederschlesien, verstarb am 24. Oktober 2021 in Ostfildern, Baden-Württemberg.(1) Horst Preisler, geboren am 2. August 1935 in Hamburg, verstarb am 23. Februar 2022 in Hamburg.(2,3) Von 2002 bis 2017 berichtete Werner Sonntag in seinem Online-Lauftagebuch nicht nur aus seinem reichen Läuferleben, sondern auch über Gedanken zu vielen anderen Themen: Laufen Denken, Schauen - Sonntags Tagebuch. Unsere Läuferfreundschaft mit Horst Preisler beschreibt ein Post dieses Blogs: Rückblick auf unsere Lauffreundschaft mit Horst Preisler 
 
 
 

Sonntag, 28. Februar 2021

Laufglück oder Laufsucht? - Teil 3: Gesundheit und Glück spendende Sport-Medizin

Bewegung ist Medizin, die glücklich macht. - "Läufer sind glückliche Menschen!" (Jeff Galloway)
 
17.05.2003 Zieleinlauf Rennsteiglauf 73,2 km
Zieleinlauf nach 73,2 km, 8:02 Std.
Warum sind Gehen und Laufen menschliche Bewegungsarten? 
Was ist Sport? 
Was bedeutet Sport als Kulturmuster?
Ist Laufen gesund?
Macht Laufen glücklich? 
Kann Sport auch Sucht sein? 
Warum bewegen sich in westlichen Kulturen viele Menschen zu wenig?
 
Ein dreiteiliger Post der Artikelserie 30 Jahre Laufglück geht diesen Fragen aus Sicht von Wissenschaften und Alltagserfahrungen nach. 
Vorliegender Teil 3 widmet sich Zusammenhängen zwischen Bewegung, Gesundheit, Suchtpotentialen von Sport und betrachtet die Bedeutung sportlicher Aktivitäten für individuelle Lebensqualität.
 

Donnerstag, 25. Februar 2021

Laufglück oder Laufsucht? - Teil 2: Sport - symbolische Verhaltensweisen universeller Kulturmuster (Update 2022)

Vasen mit Sportmotiven
Antike griechische Vasen mit Sportmotiven
Karte Zeus-Heiligtum Olympia (Wikipedia)
Plan des Zeus-Heiligtums in Olympia
Warum sind Gehen und Laufen menschliche Bewegungsarten? 
Was ist Sport? 
Was bedeutet Sport als Kulturmuster?
Ist Laufen gesund?
Macht Laufen glücklich? 
Kann Sport auch Sucht sein? 
Warum bewegen sich in westlichen Kulturen viele Menschen zu wenig?
 
 
 
Ein dreiteiliger Post der Artikelserie 30 Jahre Laufglück geht diesen Fragen aus Sicht von Wissenschaften und Alltagserfahrungen nach. 
Vorliegender Teil 2 identifiziert Sport aus historischer, soziologischer, ökonomischer, psychologischer Perspektive als symbolische Verhaltensweisen eines universellen Kulturmusters.

Samstag, 13. Februar 2021

Laufglück oder Laufsucht? - Teil 1: Wie es begann: Kurze Geschichte menschlicher Bewegung bis zum Sport der Gegenwart

"Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft!" (Emil Zátopek)
 
Warum sind Gehen und Laufen menschliche Bewegungsarten? 
Was ist Sport?
Ist Laufen gesund?
Macht Laufen glücklich?
Kann Sport auch Sucht sein?
Warum bewegen sich in westlichen Kulturen viele Menschen zu wenig? 
 
Ein dreiteiliger Post der Artikelserie 30 Jahre Laufglück geht diesen Fragen aus Sicht von Wissenschaft und Alltagserfahrungen nach. Vorliegender Teil 1 betrachtet biologische und kulturelle Bedingungen der Entstehung von (Lauf-) Sport.

Samstag, 2. November 2019

Rurssee-Walk über 16,5 km - heute unfallfrei

Starter mit Begleiter in Einruhr Startfeld in EinruhrZielbereich in Einruhr

Anlässlich des 23. Rursee-Marathons treten wir heute zum 7. Mal in Folge zum Rursee-Walk über 16,5 km an und treffen uns im Rahmen des Events wie in Vorjahren mit Freunden aus Aachen. Die Veranstaltung und die Laufstrecke im Nationalpark Eifel um den Obersee des Rurstausees ist für uns ein 'Must-do' bei jedem Wetter. Auf der ersten Streckenhälfte lässt sich die Sonne blicken. Böiger Wind und Regen begleiten uns auf der zweiten Streckenhälfte. Den ohnehin anspruchsvollen Kurs machen Regenfälle, Schlamm und feuchtes Laub heute schwierig. Auf 3 kräftigen Steigungen lässt sich nicht verbergen, dass wir über 4 Wochen das Training aussetzen mussten. Die Endzeit ist für uns heute unwichtig. Wichtiger ist uns, nach Sturz mit Schlüsselbeinbruch im Vorjahr, heute unfallfrei über die Strecke zu kommen. Mit 2:40 Std. landen wir ohne Blessuren im Mittelfeld von 97 Finshern. - Fotoserie

Sonntag, 28. April 2019

14. Darß-Marathon zum 6. Mal auf halber Strecke als Walker


Aus orthopädischen Gründen mussten wir das Laufen 2010/2011 aufgeben und sind darum unfreiwillig (aber nicht unglücklich) zu Walkern mutiert. An Wettbewerben in attraktiven Landschaften nehmen wir noch immer teil, wenn Organisation und soziale Atmosphäre der Wettbewerbe dazu motivieren. Zum 6. Mal in ununterbrochener Folge treten wir in Verbindung mit einer Darß-Reise (Post der Reise-Übersicht) zum Walking-Halbmarathon im Rahmen des Darß-Marathons an. Alle Rahmenbedingungen sind heute wieder top. Wir sind dagegen 'flügellahm' und ca. 15 Minuten langsamer als noch vor einem Jahr (Post vom 22.04.2018). Bei 80 Meldungen reihen wir uns heute mit der Endzeit von 3:14 Std. am Ende des kleinen Walker-Feldes als 59./60. von 66 Finishern ein.(*) - Fotoserie

Samstag, 3. November 2018

Rurssee-Walk über 16,5 km - ein fast perfekter Tag

Teilnehmer in Einruhr Startvorbereitung der Nordic Walker Rursee und Zielbereich in Einruhr

An keiner Laufveranstaltung haben wir so oft teilgenommen wie am Rursee-Marathon. Nach insgesamt 6 Marathons sind wir vor einigen Jahren gezwungenermaßen vom Laufen zum Walken gewechselt und starten am Vortag des 22. Rursee-Marathons zum 6. Mal beim Rursee-Walk über 16,5 km. Die großartige Landschaft am Rurstausee im Nationalpark Eifel und die liebevoll organisierte Veranstaltung, deren familiäre Stimmung und Versorgung die Dorfgemeinschaft von Einruhr besorgt, begeistern uns in jedem Jahr erneut. Wetter kann man nicht bestellen, aber wie so oft in Vorjahren genießen wir auch in diesem Jahr einen goldenen Herbsttag. - Fotoserie

Samstag, 27. Oktober 2018

Trainingsrunde zum Kölner Rheinufer bei Niedrigwasser (79 cm am Kölner Pegel)

Severinsbrücke über den Rhein Altstadt-Rheinufer, HohenzollernbrückeDecksteiner Weiher im Kölner Grüngürtel

Sportlich bewegen wir uns gerne auf bewährten Pfaden, aber bei besonderen Ereignissen weichen wir auch von diesen ab. Nach Besichtigungen der Auswirkungen der Sturmtiefs Burglind und Friederike sowie des Rhein-Hochwassers im Winter 2017/18 lässt uns heute ein Rhein-Niedrigwasser unsere Trainingsrunde durch den Äußeren Kölner Grüngürtel entlang des Decksteiner Weihers und des Militärrings (ein ehemals unter preußischer Verwaltung errichtetet Festungsring) zum Kölner Rheinufer legen. Mit einem Wasserstand von 79 cm am Kölner Pegel besteht im Vergleich zum Hochwasser im Januar 2018 (ca. 9,00 m am Kölner Pegel) ein Niveau-Unterschied des Rheins von mehr als 8 Metern. Am 23. Oktober war übrigens die Rekord-Niedrigmarke von 67 cm erreicht. Rein optisch sind die Auswirkungen des Niedrigwassers nicht beeinruckend, aber für die Rhein-Schifffahrt sind sie dramatisch. Die Schiffahrt ist nahezu zum Erliegen gekommen, weil trotz Fahrrinne kaum noch Ladung möglich ist. Nach einer Rast im Domforum kehren wir durch die Kölner Innenstand zurück nach Lindenthal (ca. 25 km, 3:45 Std.). - Fotoserie

Sonntag, 22. April 2018

Traumwetter beim 13. Darß-Marathon

Sonnenuntergang auf dem Darß

Bereits zum 5. Mal treten wir zum Walking-Halbmarathon im Rahmen des Darß-Marathons an. Nach Schneeregen im Vorjahr belohnt perfektes Wetter die insgesamt mehr als 1.200 Finsher dieser Top-Veranstaltung, die alljährlich früh ausgebucht ist, weil Laufstrecken durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft führen und die Nationalparkverwaltung keine größere Teilnehmerzahl zulässt. Mit der Endzeit von 2:58:40 Std. können wir auch in diesem Jahr die Schwelle von 3 Stunden unterbieten, aber die 3-Stundengrenze rückt von Jahr zu Jahr zu näher.

Born Km 16Start Walking-HM in WieckPrerow Km 6

Auf den letzten Kilometern mussten wir kämpfen, und es ist fraglich, ob wir ohne Unterstützung unserer Kölner Freunde an der Laufstrecke die Zeit erreicht hätten. Am Abend feiern wir im Restaurant Walfischaus am Hafen von Born den erfolgreichen Abschluss einer in diesem Jahr besonders schönen Woche auf dem Darß und sind spätestens beim faszinierenden Sonnenuntergang fest entschlossen, auch im kommenden Jahr wieder anzutreten und uns an der 3-Stundengrenze zu messen. - Fotoserie

Dienstag, 30. Januar 2018

30 Jahre Laufglück 1988-2018 - Was war, was ist, was bleibt: Auftakt zur Artikelserie (Update 23.01.2022)


17.05.2003 Zieleinlauf Rennsteiglauf 73,2 km Im Alter von 38 Jahren begeben wir uns 1988 auf einen Fußweg in die Welt des Ausdauerlaufs. Unsere Reise in dieser Welt ist nur begrenzt planbar und führt uns in immer wieder neue Räume, deren Existenz wir vor ihrem Betreten nicht vermuteten. Lauf-Events setzen ungeahnte Kräfte frei, vermitteln hoch emotionale Erlebnisse und lassen uns Lebensqualitäten spüren.
Nach dem Studium investieren wir zunächst Zeit und Kraft in berufliches Engagement. Sportlich sind wir nur an Wochenenden und während des Urlaubs akitv. Mit beruflicher Routine wachsen Räume, die für Sport genutzt werden könnten. Attraktivere Alternativen als körperliche Anstrengungen sind zu dieser Zeit Ruhe und Bequemlichkeit, solange wir nicht auf Reisen in einsamen Landschaften oder Bergregionen unterwegs sind. Dort stellen Fußgänger-Aktivitäten Anforderungen an Fitness und Ausdauer, die mit unsportlichem Lebensstil nicht harmonieren. Fehlende Fitness verdirbt Freude an Reiseerlebnissen. Wir lieben unseren Urlaubsstil. Um ihn nicht ändern zu müssen, entscheiden wir uns für Änderungen des Lebensstils.
Aus praktischen Gründen wählen wir Laufsport als Fitnessprogramm und lernen, dass Laufen mehr als Bewegung und Ortsänderung bedeutet. Bewegung ist ein universelles Naturprinzip. Organisches Leben nutzt Bewegung aktiv in verschiedenen Modalitäten: fliegen, schwimmen, kriechen, fließen, gleiten, rollen, schreiten, hüpfen, springen etc.. Evolutionär bildet sich ausdauerndes Laufen als spezifische Bewegungsart für Menschen heraus. Körperbau, Bewegungsapparat, Organe, Psyche und Metabolismus sind auf Ausdauerlauf abgestimmt.(1) Wissenschaftliche Aspekte sind Randthemen der Artikelserie 30 Jahre Laufglück. Primär hilft die eigene Laufbiographie zu verstehen, was wir über einen langen Zeitraum betrieben und geleistet haben, was unsere Motivation antrieb, wohin sie uns führte, wie das Alter ein Läuferleben modelliert. Lauf-Events ab 1988 in Bildern

Montag, 29. Januar 2018

30 Jahre Laufglück - Was war 1987/88: Wie alles begann, als wir Läufer wurden (Update 23.01.2022)

Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen! - Laosi (Laotse, Lao-Tse, Laudse, Lao-tzu)

Ortlergipfel im Abendlicht Ein Schlüsselerlebnis in den italienischen Alpen ist Auslöser eines Läuferlebens, den die Artikelserie 30 Jahre Laufglück dokumentiert. Im Juli 1987 schauen wir in Südtirol bei prächtigem Sommerwetter von der Payerhütte in 3.029 m Höhe zum 3.905 m hohen Ortler, höchster Gipfel der Ostalpen, und beobachten vom Gipfel zurückkehrende Seilschaften. Wir bewundern Fähigkeiten der Bergsteiger. Beeindruckt sind wir jedoch vor allem von starken positiven Emotionen des Glücks und der Begeisterung, die zurückkehrende Bergsteiger ausstrahlen. Besondere Fähigkeiten ermöglichen offensichtlich besondere Emotionen. An solchen Erfahrungen möchten wir teilhaben. Unsere Fitness ist durchaus brauchbar, immerhin können wir problemlos in 3 Stunden von Sulden zur 1.200 m höher liegenden Payerhütte aufsteigen, aber wir wissen, eine Ortlerbesteigung ist kein Spaziergang und auch keine Wanderung. Sie stellt technische und konditionelle Anforderungen, denen wir damals nicht gewachsen sind. Zusätzlich fehlen uns Erfahrung und Ausrüstung, aber das ist das kleinere Problem. Unser Alter scheint zumindest kein Hindernis zu sein. Die meisten der beobachten Bergsteiger befinden sich in unsere Altersklasse (damals 37 Jahre). Etliche von ihnen sind älter wir. Das kurze Erlebnis an der Payerhütte lässt uns nicht mehr los. die Tour auf den Ortlergipfel via Normalweg erklären wir zum Ziel für den Sommer 1988. Wir lassen uns auf ein Abenteuer ein, das wir uns erarbeiten müssen, ohne zu wissen, wie es ausgehen wird.

Sonntag, 28. Januar 2018

Laufglück 1.0 - Was war 1988-1995: Upgrade vom Couch-Potato zum Runner (Update 25.02.2018)

"Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben willst, lauf Marathon." Emil Zátopek 

Zielbereich Kurfürstendamm, Berlin-Marathon 1990Gisela und Karlheinz im ZielGisela und Karlheinz im Zielbereich des Hamburg-Marathons

Der bevorstehende Sommerurlaub 1988 rückt näher. Das beabsichtigte Ortler-Projekt ermahnt uns, Fitness-Arbeit aufzunehmen. Wir vermuten, dass bei konsequentem Training etwas mehr als 3 Monate Vorbereitung ausreichen werden. Über unseren Bewegungs- und Stützapparat und dessen Defizite machen wir uns wenig Gedanken. Ohne Orthopäden, Internisten oder Kardiologen zu befragen, kaufen wir neben Laufschuhen eine Anleitung für Anfänger und laufen am 1. Mai 1988 einfach los. Unser regelmäßiges Lauftraining sieht zunächst Einheiten jeweils samstags und sonntags sowie 2x während der Woche vor. Als Laufstrecke wählen wir eine 5,5 km lange Runde um den Decksteiner Weiher im Äußeren Kölner Grüngürtel, den wir mit dem Fahrrad erreichen (2,3 km einfache Strecke). Der Einstieg fällt schwerer als erwartet. Ehe wir die Runde ohne Gehpausen laufen können, sind zunächst einige Lektionen zu lernen. Doch dann startet ein Läuferleben, den die Artikelserie 30 Jahre Laufglück dokumentiert.
Lauf-Events ab 1988 in Bildern - Jahres-Laufchroniken als Clip: 1989 - 1990 - 1991 - 1992 - 1993 - 1994 - 1995

Samstag, 27. Januar 2018

Laufglück 2.0 - Was war 1996-1999: Never stay - Runner forever (Update 05.04.2016)

Gruppenfoto vor dem Start Arolsen-Marathon 1988-1994 erreichen wir bei Marathonläufen alljährlich Leistungsfortschritte (Laufglück 1.0 - Was war 1988-1995: Upgrade vom Couch-Potato zum Runner), aber über 10 km können wir uns seit 1992 nicht mehr steigern und werden eher langsamer. Nach einem überaus erfolgreichen Marathon-Jahr 1994 geraten wir 1995 in eine Laufkrise, die bei Gisela bis in das Jahr 1996 reicht. Im Alter von 38 Jahren haben wir zu spät mit dem Laufen begonnen, um Anschluss an die Leistungsspitze zu finden. Vielleicht fehlt auch das notwendige Talent. Mehr als Mittelfeld ist nicht möglich. Die 3-Stundengrenze werden wir im Marathon nicht unterbieten zu können, weil unsere Grundschnelligkeit nicht ausreicht bzw. abnimmt.(1) 30 Jahre Laufglück (Artikelserie) sind nicht frei von Krisen bzw. 'Herausforderungen', an denen wir wachsen, weil wir sie annehmen und Auswegen finden. Das aktuelle Kapitel beschreibt den Weg aus der Krise. - Lauf-Events ab 1988 in Bildern Jahres-Laufchroniken als Clip: 1996 - 1997 - 1998 - 1999

Donnerstag, 25. Januar 2018

Laufglück 3.0 - Was war 2000-2004: Marathon und mehr - Running into the great wide open

"Nur diejenigen, die riskieren, zu weit zu gehen, können herausfinden, wie weit sie gehen können."  T. S. Eliot
 
Gruppenfoto
Bis 1999 haben sich in 12 Laufjahren auf unserem Laufkonto jeweils mehr als 50.000 Lauf-Kilometer und 26 bzw. 35 Wettkämpfe über die Marathondistanz oder darüber hinaus angesammelt (Artikelserie 30 Jahre Laufglück). Im Jahr 2000 erreichen wir im Alter von 50 Jahren den Zenit unserer Ausdauer-Leistungsfähigkeit. Dank täglichem Training, ganzjähriger langer Läufe, hartem Wintertraining über den Jahreswechsel in Benediktbeuern und zahlreichen Wettkämpfen erlaubt eine stabile Belastbarkeit Marathonläufe ohne spezifische Vorbereitung.
Unser Fokus verlagert sich auf Ultra-Distanzen jenseits der Marathondistanz. Die Szene der kleinen Ultra-Gemeinde sammelt sich in Europa in einem öffentlich kaum sichtbaren Paralleluniversum. Den Austausch von Informationen organisiert unter dem Dach der International Association of Ultrarunners (IAU) in Deutschland die Deutsche Ultramarathon Vereinigung (DUV), bei der wir Mitglieder sind.

Samstag, 20. Januar 2018

Training im Königsforst nach den Winterstürmen Burglind und Friederike

Rath-Forsbacher Weg Lehmbacher WegSteinbruchsweg

Am 2. Januar fegt ein atlantisches Sturmtief über Deutschland hinweg, Sturm Burglind. Für den Namen ist der Sturm nicht verantwortlich, jedoch für zahlreiche Schäden. Die Namensvergabe regelt das Meteorologische Institut der Freien Universität Berlin im Rahmen von Wetterpatenschaften. An der Reihe war ein weiblicher Vorname mit dem Anfangsbuchstaben 'B'. Den Namen des Tiefs verdanken wir der Wetterpatin Burglind Gorn, die sich als Wetterpate den Namen gesichert hat. Wir kennen die Dame nicht und wissen keinen Tratsch zu berichten. Wenn wir gefragt worden wären (was eher in seltenen Ausnahmen der Fall ist), hätten wir für Brünhild plädiert, eine der neun Töchter Odins, die in der nordischen Götterwelt als Walküren den Tod ankündigen und Menschen beim Wechsel vom Leben zum Tod auf die andere Seite begleiten.
4 Tage nach dem Sturm sind im Köngisforst die meisten Hauptwege bereits freigeräumt, aber nicht alle, sodass unsere Laufstrecke vorübergehend zu einem abwechslungsreichen und interessanten Hindernisparcours mutiert. Abseits der Wege macht Bruchholz das Ausmaß der Zerstörung deutlich. - Fotoserie Burglind
Von Burglind verursachte Schäden sind noch nicht vollständig beseitigt, als Sturm Friederike am 18. Januar das Zerstörungswerk fortsetzt. Zwei Tage später können wir uns auf der Trainingsrunde im Köngisforst ein Bild machen. - Fotoserie Friederike

Lehmbachweg Rath-Forsbacher Weg Tütbergweg

Montag, 8. Januar 2018

Walk on the Wild Side - Trainingsrunde am Kölner Hochwasser

Blick von der HohenzollernbrückeAlte Liebe am Rodenkirchener RheinuferRheinufer am Fischmarkt

Das oft abschreckende Wintertraining ist aktuell spannend. Während ein Wintersturm unseren Parcours im Königsforst mit Hindernissen garniert (Post: Training im Königsforst nach Sturm Burglund), steigt im Rhein das Hochwasser mehr als 5,5 m über das Mittelwasser von 3,21 m (10-Jahres-Durchschnitt). Höhen vermeintlicher Jahrhunderthochwasser von 1784 (13,55 m), 1993 (10,65 m) und 1995 (10,69 m) und deren Schäden sind nicht zu befürchten, weil nach den letzten verheerenden Hochwassern Vorkehrungen für Wasserstände bis 11,30 m Höhe ergriffen wurden. Der Kölner Pegel (KP) steigt bis auf 8,87 m und löst Maßnahmen des Hochwasserschutzes aus. Schiffsverkehr wird ab 8,30 m KP eingestellt. Rheinuferwege sind wegen Überflutung gesperrt. Mobile Spundwände sichern tiefer liegende Ortsteile. Dass Security-Personal mobile Spundwände bewachen muss, damit Chaoten sie nicht entfernen, irritiert uns gewaltig. Erfreulicher stimmt eine Begegnung im Domforum. Auf unserer ca. 25 km langen Route gehen wir durch den äußeren Grüngürtel, zu dem der ehemalige preußische Festungsring nach dem 1. Weltkrieg umgestaltet wurde, vorbei am Festungsmuseum nach Rodenkirchen und entlang des Rheinufers bis zur Hohenzollernbrücke. Vor der Rückkehr durch die Innenstadt nutzen wir das Domforum für eine Pause und treffen dort überraschend auf einen netten alten Bekannten. - Fotoserie

Freitag, 24. November 2017

Läuferfreundschaft ohne Altersgrenzen - Juppi (Josef) zum 70. Geburtstag (Update 19.12.2017)

Zieleinlauf London to Brighton über 90 km,  5.10.2003
Juppi ist begeisterter Läufer. Seine Motivation beruht nicht auf natürlichem Talent, sondern auf Fleiß und einem starken Willen. Juppi beeindruckt nicht als eleganter Frontrunner. Wie bei der Lauflegende Emil Zatopek (1922 -2000) vermittelt sein Laufstil ein Bild harter Arbeit. Was wie Arbeit ausschaut, ist in Wahrheit Ausdruck von Leidenschaft, die keine Anstrengung scheut und sich mit der Rolle eines Statisten nicht zufrieden gibt. Juppi ist ein Kämpfer, nicht nur als Läufer, sondern in seiner Lebenseinstellung. Beim Laufen zeigt sich, was ihn auszeichnet. Mehr als 100 Marathonläufe und zahlreiche Ultraläufe beendet er ohne Ausnahme regulär im Ziel. Selbst wenn Bedingungen aussichtslos zu sein scheinen, kommt ein Abbruch nicht in Frage. Nicht der Weg ist das Ziel, Juppi will ankommen, aber letztlich läuft Juppi um des Laufens willen, weil Laufen Lebenselixier ist und Menschen glücklich macht!
- 26 Jahren Läuferfreundschaft - Diashow als Clip in Youtube: Läufer sind glückliche Menschen
- Josefs Ultra-Wettkämpfe und Bestleistungen in der DUV-Ergebnisdatenbank: Steingaß, Josef



Samstag, 4. November 2017

Rursee-Walk über 16,5 km Walk - Festtag im goldenem Herbst am Eifeler Obersee

Kölner Walker kurz vor dem ZielEinruhr am Rursee Der Rursee-Marathon beendet in Einruhr traditionell die touristische Saison an der Ruhrtalsperre. Seit der Erstauflage des Marathons im Jahr 1997 haben wir die Veranstaltung nur bei ernster Verhinderung versäumt. Marathon ist Vergangenheit, aber erfreulicherweise wird am Vortag des Marathons eine 16,5 km Walking-Runde im Nationalpark Eifel um den Obersee angeboten, an der wir heute zum 5. Mal teilnehmen. Prächtiges Herbstwettter lockt in diesem Jahr ein größeres Starterfeld als in Vorjahren auf die Strecke. Altersmäßig rücken wir allmählich an die Spitze. Nur 4 Starter sind älter als wir. Diese lassen wir im Ziel hinter uns. Auf der profilierten Strecke beginnen wir im moderaten Tempo und bemerken bald, dass heute mehr geht. Auf 3 knackigen Steigungen besetzen wir die Überholspur und landen mit der Endzeit von 2:26:54 auf den Plätzen 27/28 im vorderen Mittelfeld von 92 Finishern (Ergebnisliste 16,5 km Walking). Am Start und im Ziel treffen wir alte Lauffreunde, die uns in vielen Schlachten ans Herz gewachsen sind. Höchstes Lob gilt erneut einer perfekten Organisation dieser familiären Veranstaltung. Das ganze Dorf legt sich ins Zeug. Wir bewundern dieses Engagement und danken herzlich. - Fotogalerie

Montag, 22. Mai 2017

45. Rennsteig-Marathon von Neuhaus nach Schmiedefeld - Giselas 100. Marathon (Update 22.03.2018)

100. Marathon im Ziel SchmiedefeldRennsteig-Marathon_mit_Profil.jpg Seit 45 Jahren finden sich Liebhaber anspruchsvoller Landschaftsläufe im Frühjahr zum Rennsteiglauf im Thüringer Wald ein. Distanzen ab 17 km über Halbmarathon und Marathon bis zum Ultralauf sprechen Läufer, Walker und Wanderer an. Weit mehr als 10.000 Teilnehmer laufen, walken oder wandern von unterschiedlichen Startorten auf dem Rennsteig zum Ziel in Schmiedefeld.(1)
Seit 1994 blicken wir auf insgesamt 10 Rennsteigläufe zurück. In den vergangenen 3 Jahren haben wir die 35 km Walking Tour von Schnepfenthal nach Oberhof (tatsächlich 36-37 km) absolviert, die in diesem Jahr nicht mehr stattfindet. Ersatzweise ist der Rennsteig-Marathon von Neuhaus nach Schmiedefeld erstmalig auch für Walker und Wanderer ausgeschrieben. Die beste aller Ehefrauen ist eher skeptisch und verspricht sich von der Aussicht auf ihren 100. Marathon keinen besonderen Gewinn. Der Gatte hält dagegen, dass eine Hürde von 5-6 zusätzlichen Kilometern zu schaffen sein sollte und der vorsätzliche Verzicht auf Vollendung des 100. Marathons fast schon ein Straftatbestand sei. Wir planen schließlich die Teilnahme als Abschluss unserer Frühjahrsreise 2017. Berliner Freunde möchten erste Marathonerfahrungen sammeln. Sie melden sich ebenfalls als Walker an und begleiten uns. Fotogalerien: Registrierung in Neuhaus - Rennsteig-Marathon - Streckenfotos-Miniaturen