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Sonntag, 25. Juli 2010

San Francisco Marathon - USA 2010

Unser reduzierter Zustand verunsichert uns zwar, aber nach 4 Jahren Marathonabstinenz sind wir gewillt, veremintlich einen bescheidenen neuen Anfang zu markieren. Dass dieser Marathon unser letzter gemeinam gelaufener Marathon ist (dem wir 2 Walking-Marathons hinzufgen), ahnen wir nicht, als wir um 6:15 Uhr starten und das Ziel nach 5:01 Std. erreichen. Auf die Zeit können wir nicht stolz sein und erwähnen sie daher aus Gründen der Ehrlichkeit. Die Zeit entspricht dem, was wir trainiert haben und was wir auf dieser Strecke unter den gegebenen Umständen leisten können. Immerhin laufen wir die beiden Hälften in nahezu der gleichen Zeit, obwohl die 2. Hälfte anspruchsvoller ist. Auch mit dieser Zeit freuen wir uns, das Ziel erreicht zu haben und ein wenig Stolz ist auch dabei.
Bei insgesamt 5.942 Finshern laufen wir als 4458./4459. ein, d.h. wir lassen ca. 25 % der Finisher hinter uns und platzieren uns im hinteren Mittelfeld. Gisela erzielt in ihrer Altersklasse immerhin Platz 7 von 20.

Sonntag, 9. Oktober 2005

Chicago Marathon 2005 - memento moriendum esse

Bereits 2001 haben wir erkannt, dass sich der Chicago Marathon ideal mit einem Urlaub im Indian Summer kombinieren lässt. Für uns gilt jedoch die Einschränkung, dass der Marathontermin in den Herbstferien liegen muss. Im Jahr 2005 war es dann endlich so weit. Unsere Freunde H+W haben wir für diese Idee begeistern können. Unser in gemeinsamer Planung entstandes Urlaubsprogramm sieht in der Woche vor dem Marathon Traverse City am Lake Michigan als Standort vor. Von dort wollen wir vor allem Old Mission Peninsula auf der östlichen Seite des Lake Michigan erkunden. Nach dem Marathon ist die Door Peninsula auf der westlichen Seite des Lake Michigan unser Ziel. In Chicago buchen wir wieder das Hotel Hilton Towers am Grant Park, das sich bereits im jahr 2001 als idealer Standort bewährt hat. Als Juppy von unserem Vorhaben erfährt, ist gleich klar, dass er in Chicago dabei sein möchte. Für die Reise wird er sich wieder einer Gruppe anschließen.

Sonntag, 7. Oktober 2001

Chicago Marathon 2001 - The Windy City reloaded touched by 9/11

Den im Vorjahr gefassten Vorsatz einer Wiederholung setzen wir tatsächlich um. Weniger erfreulich als diese Tatsache ist der Umstand, dass 4 Wochen vor dem Marathontermin mehrere Tausend Menschen mit den Twin Towers des World Trade Centers in New York zu Opfern terroristischer Akte geworden sind. Zufällig saß ich zu Hause auf meinem Farradergometer, als diese Meldungen mit Aufzeichnungen im Fernsehen liefen. Unfassbar, was dort passiert ist. Das Entsetzen findet in den USA kaum Worte. Ein großes und mächtiges Land steht unter Schock.
Unsere Planung sah vor, mit unseren Freunden C&H anzureisen. C. ist ebenfalls für den Marathon gemeldet. Sie tritt jedoch zurück, weil für H. Reiseverbot seitens seines Arbeit- gebers besteht. Wir bedauern, unter diesen nachvollziehbaren Umständen alleine reisen zu müssen. Doch dann kam noch einmal alles anders. Unseren Freund Juppi haben meine begeisterten Berichte vom Vorjahr dazu motiviert, "heimlich" bei einem Reiseveranstalter zu buchen. Mit seiner Reisegruppe ist er einen Tag vor uns nach Chicago geschlichen und befindet sich bereits vor Ort, als wir am Freitag vor dem Lauf anreisen. Beim Eintreffen im Hotel klärt uns eine Nachricht auf und verrät seinen Standort. Eine perfekte Überraschung!



 

Sonntag, 22. Oktober 2000

Chicago Marathon 2000 - Teilnahme mit dem Zufall in Hauptrollen

Das Jahr 2000 war ein besonderes Jahr. Enttäuschungen und Motivationsproblemen im beruflichen Feld haben zusätzliche Energien für das läuferische Engagement freigesetzt und das Laufen insgesamt beflügelt. Über das Jahr verteilt sah der Plan immerhin eine Teilnahme an 8 Marathons (u.a. in Neuseeland und in Boston) und an 6 Ultras vor, von denen der Comrades in Südafrika und ein 24-Stundenlauf in der Steiermark (Wörschach) absolute Höhepunkte eines Läuferlebens markieren. Tatsächlich geht der Plan auf, was in unserem Läuferdasein eher eine Ausnahme geblieben ist. Ein Start in Chicago war jedoch für das Jahr 2000 weder in der Planung noch im Budget vorgesehen, sondern ist alleine der Verkettung mehrerer Zufälle geschuldet. Immerhin stand Chicago bereits auf unserer Dreamlist.
Im April haben wir nämlich auf der Busfahrt zum Start des Boston Marathons in Hoptington aus Unterhaltungen mitbe- kommen, dass der Chicago Marathon unter Läufern in den USA einen hervorragenden Ruf genießt.
In einer beruflich besuchten Veranstaltung werde ich auf Auktionsportale aufmerksam, die sich gerade zu etablieren beginnen. Zu Hause möchte ich mir selbst ein Bild machen und finde eine Auktion, in der kurzfristig für 2 Teilnehmer eine viertägige Reise inkl. Unterkunft und Transfers zum Chicago Marathon angeboten wird. Da der Termin außerhalb der Schulferien liegt, spreche ich meinen Läufer-Berufs-Kollegen Helmut an, der sofort auf diese leicht verrückte Idee einsteigt. Top, die Wette gilt!
Die Auktion endet eine Woche vor dem Start an einem Wochenende. Gisela und ich nehmen in Schwäbisch Gmünd an einem schweren Lauf über 50 km durch die Schwäbische Alb teil. Helmut übernimmt die Auktion. Wir wollen bis 1.200 Deutsche Mark bieten. Unglaublich, knapp eine Woche vor der Abreise gehört die Reise uns! Die Reiseunterlagen treffen zwei Tage vor der Abreise per Express ein. Das Abenteuer findet eine Fortsetzung!

Montag, 17. April 2000

Boston 2000 - Geburtstagsnachfeier auf der Gralsburg neuzeitlicher Marathons

Nach einem fulminanten Finale im Zielbereich des Boston Marathons im Jahr 2000
Der Boston Marathon wird traditionell am "Patriot's Day" des Staates Massachusetts  ausgetragen, der auf dem 3. Montag des Monats April liegt. Im Jahr 2000 fällt der Marathontermin in die Osterferien. Da wir im Jahr 2000 unseren 100. Geburtstag feiern (2x50), ist das gemeinsame Lauferlebnis einer Teilnahme am Boston Marathon ein dem Anlass angemessenes, würdiges Event. Der Termin passt darüber hinaus gut in meine Vorbereitungen zum 75. Comrades in Südafrika, mit dem ich im Juni mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst einlösen möchte. Bis dahin ist der Weg noch weit und die Veranstaltung in Boston ist eine Etappe dieses Weges.

Samstag, 1. Januar 2000

Millennium-Marathon von Hamilton, Neuseeland

Zielfoto Millenium Marathon Hamilton
Unserer erste Australienreise konnten wir 1997 mit dem Gold Coast Marathon krönen. Das anstehende 2. Jahrtausend bringt Neuseeländer auf die Idee, am 1.1.2000 den ersten Marathon des neuen Jahrtausends in Hamilton auf der neuseeländischen Nordinsel zu veranstalten. Konkurrenz ist kaum zu befürchten, weil Neuseeland mit 12 Stunden Zeitdifferenz zu Mitteleuoropa in der 1. Zeitzone westlich der Datumsgrenze liegt, die nahe des 180. Längengrads verläuft. Diverse deutsche Reiseveranstalter bewerben intensiv den Lauf. Wir lassen uns anregen und verbinden die Laufreise mit einem Schnupperaufenthalt in Neuseeland und erweitern diesen um Rückkehr nach Sydney und Westaustralien (2. Reise 1999/2000).
Nach langer Saison mit 10 erfolgreich absolvierten Marathon- und Ultra-Läufen im Jahr 1999 reisen wir ohne Form an und erwarten keine besondere Zeit. Ca. 2.500 Teilnehmer sind gemeldet, davon 662 aus USA, 546 aus Deutschland und 517 aus Neuseeland. Etliche Teilnehmer haben die Silvesternacht möglicherweise nicht gut überstanden, denn im Ziel werden lediglich 1.694 Finisher registriert. Wir verschlafen den Jahreswechsel und müssen uns auf der Strecke ordentlich ins Zeug legen, um mit der Zeit von 3:51:40 Std. und Platz 460/462 das Ziel im Te Rapa Racecourse zu erreichen.
Diashow Millennium Marathon Hamilton

Sonntag, 13. Juli 1997

Gold Coast Marathon in Queensland, Australien

Im Ziel des Gold Coast Marathons
Im Rahmen unserer ersten Australienreise, über die wir im Blog Terra Australis berichten (1. Reise 1997), laufen wir 1997 an der australischen Ostküste den Gold Coast Marathon (offizielle Webseite). Der Marathon mit Start und Ziel in Southport (ein Vorort von Gold Coast, Queensland) zählt zu den größten Marathonveranstaltungen in Australien. Die meisten Teilnehmer treten jedoch auf Unterdistanzen an. Diashow: Gold Coast Marathon







Sonntag, 6. November 1994

New York City Marathon 1994 - Zum 25. Jubiläum im Marathonmekka

Im Central Park nach dem Zieldurchlauf
 des New York City Marathons 1994
Die Begeisterung nach meiner Teilnahme am NYC Marathon 1993 infiziert Gisela. Sie berichtet in ihrem schulischen Umfeld über New York und wird bald von der Nachricht überrascht, dass die Schulleitung Sonderurlaub für ihren Start zum Jubi- läumslauf gewähren würde, wenn sich Kollegen zur Vertretung finden. Einige nette Kollegen bieten großzügig die Vertretung an und schalten damit die Ampel auf Grün.
Der Andrang zum Jubiläumslauf ist riesig. Jörg Bunert, mit dessen Reiseorganisation ich bereits 1993 in New York war, hält den Teilnehmern von 1993 für 1994 eine befristete Buchungsoption frei, die auf Gisela und unseren Freund Werner erweitert wird. Werner möchte in New York sein Marathondebut geben und sich zusammen mit seiner Frau unserer Reise anschließen. Wir freuen uns über die Reise mit unseren Freunden, mit denen wir viele gemeinsame Urlaubs- erfahrungen teilen.  
In Anbetracht unseres Alters können wir keine langfristige Leistungsentwicklung planen und wollen darum 1994 unsere Leistungsgrenzen ausloten. In den Osterferien organisieren wir zusammen mit Juppy, seiner Frau Ana und Wolfgang ein privates Traininglager in Südtirol, das wir auf den Hamburg Marathon ausrichten. Trotz eines Hitzelaufs verbessern wir in unserem jeweils 7. Marathon unsere Zeiten auf 3:25 Std. bzw. 3:11 Std.. In New York wollen wir noch etwas zulegen.

Sonntag, 14. November 1993

New York City Marathon 1993 - Wallfahrt zum Marathonmekka der Neuzeit

Im Zielbereich des New York City Marathons 1993
Nach vier erfolgreichen Marathonläufen in Deutschland, in denen ich die Endzeit von 3:42 Std. des ersten Laufs 1990 in Berlin bis auf 3:15 Std. 1992 in Hamburg steigern konnte, fühle ich mich reif für Großes. Das zu dieser Zeit größte und bedeutendste Laufevent ist der New York City Marathon. Der olympische Gedanke des Dabei- seins reicht nicht, es soll auch eine neue Bestzeit fallen, mit der ich mich meiner Traummarke von 3 Stunden annähern möchte.

Als Laufpartner konnte ich Juppy aus Aachen gewinnen, der zwar im gleichen Leistungsbereich läuft, sich selbst jedoch als überlegen betrachtet. Juppy möchte ebenfalls bald die 3 Stunden knacken. Unsere freundschaftliche Konkurrenz sichert eine hohe Motivation, die wir auch unbedingt benötigen, um unsere hohen Trainingsumfänge durchzustehen, mit denen wir unser Defizit der Grundschnelligkeit kompensieren.

Mit dem Training an der Belastungsgrenze bewegen wir uns auf einem schmalen Grad. Ob das Risiko zu hoch war, erfährt man regelmäßig erst dann, wenn es eingetreten ist. So ist es auch hier. In den entscheidenden letzten Wochen konnten wir kaum noch trainieren und reisen beide verletzt an. Als großes Glück würden wir empfinden, wenn der olympischen Geist uns gnädig laufen und ohne Anspruch auf eine Zeit ankommen ließe. Realistisch sehen wir keine Chance, wollen sie aber trotzdem nutzen.