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Samstag, 15. April 2006

Two Oceans Marathon 2006 - Große Erfolge, kleine Zeiten

Gisela ist 5x in Folge erfolgreich die Ultrastrecke gelaufen und genießt 2006 die Ehre, auf der Ausschreibung und auf dem offiziellen Veranstaltungsposter in dem Foto einer Läufergruppe am Chapman's Peak abgebildet zu sein.
Für mich lag in den Jahren 2004 und 2005 die Ultrastrecke über 56 km außerhalb meines Leistungsbereichs. Nach  unfallbedingter Knieoperation im Jahr 2003 toleriert das betroffene Knie keine höheren Belastungen. Das Ignorieren von Belastungsgrenzen ist regelmäßig mit dem Preis von Rückschritten zu zahlen, weshalb ich mich mit der Halbmarathondistanz zufrieden geben muss. Im Jahr 2005 konnte ich immerhin 3x die Marathondistanz mit bescheidenen Zeiten bewältigen und habe die Chance erkannt 2006 endlich wieder am Two Oceans Marathon teilzunehmen und meine persönliche Premiere auf der Route über den Chapman's Peak  nachzuholen. Lange Laufeinheiten waren im Training nur eingeschränkt möglich, weshalb ich einen hohen Anteil des Ausdauertrainings auf dem Fahrradergometer absolviert habe. Das Laufen lässt sich damit nur unvollständig und ungefähr im Verhältnis 3:1 ersetzen. Nach den 45,7 km im Februar 2006 in Zolder und den 47,7 km Anfang April in Stein sollte es möglich sein, Mitte April 2006 über 56km unter 7 Stunden zu bleiben.


Samstag, 26. März 2005

Two Oceans Marathon 2005 - Weniger Masse, mehr Klasse und 140 deutsche Finisher




Während im Vorjahr mit der Rückkehr auf die Originalstrecke ein Rekordfeld von fast 10.000 Meldungen angelockt wurde, gingen in diesem Jahr etwa 20 % weniger Starter ins Rennen. Die Teilnehmerzahl konnte sich jedoch mit 7.830 Meldungen über 56 km und 7.650 Meldungen für den Halbmarathon auf hohem Niveau stabilisieren und die Zeiten der Eliteläufer sind erneut exzellent. Von den insgesamt 1.038 internationalen Meldungen stellt Germany mit 228 das stärkste Kontingent und beeindruckt mit 140 Finishern auf der Ultrastrecke.
 

Samstag, 10. April 2004

Two Oceans Marathon 2004 - Rückkehr auf die Originalstrecke mit Rekorden

Bei ihrer vierten Teilnahme in vier
aufeinanderfolgenden Jahren überrascht Gisela mit exzellenter persönlicher Rekordzeit und einer hervorragenden Platzierung. Nach guter Vorbereitung weiß Gisela dank ihrer Erfahrung ihr Rennen im Hinblick auf das Profil der Strecke richtig einzuteilen und verbessert auf der anspruchsvollen Strecke über 56km ihren persönlichen Streckenrekord um 7 Minuten auf 5:22 Std. Well done!

Kurz nach Gisela läuft Bruce Fordyce ein, der als neunfacher Comrades-Sieger eine südafrikanische Lauflegende ist und am Two Oceans mit caritativem Engagement teilnimmt.


Samstag, 19. April 2003

Two Oceans Marathon 2003 - neue Bestzeit trotz schwieriger Bedingungen

Eine neue persönliche Bestzeit erwarten wir heute nicht. Im Gegenteil treten wir verunsichert an und fürchten auf der zweiten Streckenhälfte die Gefahr eines Einbruchs.
So warm und feucht wie in diesem Jahr war es in Vorjahren nicht. Die hohe Luftfeuchtigkeit erinnert an Erfahrungen in tropischen Regionen. Darauf sind wir nicht eingestellt. Wie üblich sind wir zwar gut vorbereitet, aber erfahrungsgemäß ist unsere Leistungsfähigkeit unter solchen Bedingungen deutlich eingeschränkt. Enttäuschende Leistungen in der Vorbereitung verunsichern zusätzlich. Das Rennen über 56 km auf anspruchsvoller Strecke gehen wir vorsichtiger und skeptischer als üblich an. Am Ende des Tages kommt es ganz anders.


Montag, 17. Juni 2002

77. Comrades 2002 - Wenn das Schwere leicht ist - THE ULTIMATE HUMAN RACE Reloaded

Der Lauf der Läufe - Rockin' in SA
Es fiel nicht schwer, meinen Lauffreund Josef als Begleiter zu gewinnen. Vor zwei Jahren haben wir gemeinsam das Abenteuer des Comrades gesucht und nicht nur gefunden, sondern am südlichsten Zipfel Afrikas den Lauf der Läufe entdeckt. Im vergangen Jahr hatte Gisela ihr Schmerzerlebnis auf der Down-Strecke, während mir verletzungsbedingt ein Start verwehrt geblieben ist. In diesem Jahr laufen wir wieder den Up Run, an den ich noch äußerst intensive und nicht nur positive Erinnerungen habe. Mein Optimismus ist in diesem Jahr kleiner als im Jahr 2000. Am 11. Mai habe ich mir beim Sänftenträgerlauf im bergischen Land erneut Muskelfaserrisse zugezogen, was mich in der Vorbereitung weit zurückwarf. Ich stelle mich darauf ein, in der Nähe des „Cut-off“ von 11 Stunden zu finishen, falls meine Muskulatur überhaupt durchhält. Jusef ist ebenfalls angeschlagen und möchte ebenso ohne Zeitambitionen lediglich finishen.
In Durban wohnen wir wieder im Roseland House bei Delia und Warren Lloyd, wo wir uns fast schon wie Familienmitglieder fühlen. Delia und Warren sind erfahrene Comrades Runner. Sie ahnen natürlich, was in uns vorgeht und können sich auf unsere Bedürfnisse bestens einstellen. Warren hat im letzten Jahr angekündigt, in diesem Jahr wieder mitzulaufen, wenn ich ebenfalls dabei bin. Nun bin ich hier, und Warren enttäuscht mich mit dem Geständnis, dass er sein Versprechen nicht umsetzen konnte.
Bärbel und Lothar aus Leipzig sind ebenfalls wieder vor Ort. Wir kennen uns bereits aus den beiden Vorjahren und pflegen inzwischen freundschaftliche Beziehungen. Die Tage vor dem Wettkampf gestalten wir gemeinsam und geraten bei einem Ausflug in die Drakensberge in einen denkwürdigen Zwischenfall.

Samstag, 30. März 2002

Two Oceans Marathon 2002 - Etikettenschwindel mit Suchtpotential

Ostersamstags ist auf der Cape Peninsula von Südafrika Race Day des Two Oceans Marathons. Der Name des Laufes irritiert aus zwei Gründen:
(1) In Südafrika werden alle Läufe mit Distanzen ab 42,195 km als "Marathon“ bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich bei der Streckenlänge von 56 km um einen Ultralauf.
(2) Seit die Traumstraße des Chapman´s Peak Drive wegen eines Bergrutsches gesperrt ist, führt die Route über den Ou Kapseweg und streift nur einen Ozean.
Der Two Oceans Marathon hat den Charakter einer Einstiegsdroge in den Ultralauf, die mit dem ersten Genuß süchtig macht und nicht nur nach Wiederholung verlangt, sondern auch den Wunsch nach einer
Steigerung weckt. Eine logische Steigerung ist für etliche Teilnehmer der Comrades Marathon, weshalb sie den Two Oceans Marathon als Vorbereitung zum Comrades Marathon laufen. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Post.

Samstag, 16. Juni 2001

76. Comrades 2001 - Diamonds for this Girl - THE ULTIMATE HUMAN RACE

Der Schmerz geht, der Stolz bleibt!

Für Euopäer ist die geradzu mythische Bedeutung des Comrades kaum nachvollziehbar. 15.063 Läufer sind in diesem Jahr angetreten, darunter ca. 20% Frauen. In der Sollzeit von 11 Stunden zu finishen und damit Helden- status zu erlangen, gelingt nur 10.740 Läufern, d.h. die Ausfallquote beträgt mehr als 30%! Diese Zahl macht die physischen und mentalen Anforderungen deutlich, die dieses Rennen stellt und zeigt die Quellen, aus denen sich der Mythos des Comrades nährt.
Im Vorjahr konnte ich mein Potential nicht ausschöpfen, was ich in diesem Jahr beim "Down Run" über 89 km von Pietermaritzburg nach Durban nachweisen wollte. Gisela hat inzwischen ebenfalls Freude an Ultradistanzen entwickelt, und gemein- sam haben wir seit Jahresbeginn bei mehreren Ultra- und Marathonwettbewerben gute Leistungen zeigen können. Nach dem erfolgreichen Rennsteiglauf vom Mai 2001 lag es nahe, gemeinsam beim Comrades 2001 anzutreten. Wo immer es sinnvoll erscheint, bevorzugen wir seit einigen Jahren, ein Rennen gemeinsam zu gestalten und gemeinsam im Ziel anzukommen. Den Comrades 2001 streben wir als einen neuen Höhepunkt unserer gemeinsamen Lauferfahrung an.


Samstag, 14. April 2001

Two Oceans Marathon 2001 - Start einer neuen Serie

In der Nacht zum Ostersamstag sind wir gemeinsam mit Werner in Oranjezicht, Kapstadt, zum Start unseres ersten Two Oceans Marathons aufgebrochen. Die Route führt in einer Schleife von 56 km über die Kaphalbinsel von Südafrika.
Im Ortsteil Newland stehen wir nebeneinander in der Startaufstellung auf der Main Rd und beschließen, vorerst zusammen zu laufen. Noch ist Nacht, aber der Startbereich ist gut ausgeleuchtet. Pünktlich um 6:00 Uhr erfolgt der Start.


Freitag, 16. Juni 2000

75. Comrades 2000 - I've done it - THE ULTIMATE HUMAN RACE

„Tell the world, what a wonderful race we have!“   
(Auftrag unseres Gastgebers, Warren Lloyd, Roseland Guest House, Durban, SA)

Der Comrades Marathon ist die größte Sportveranstaltung Afrikas und genießt speziell in Südafrika eine unvergleichbare Popularität. Finisher werden zu Helden verklärt und Sieger ziehen in den Olymp der Unsterblichen ein.
Gemäß Austragungsmodus findet das Rennen jährlich im Wechsel als up-run von Durban nach Pietermaritzburg oder als down-run in der Gegenrichtung statt. Die Distanz von ca. 90 km variiert mit den jeweiligen Gegebenheiten und beträgt 87.3 km  im Jahr 2000. Je nach Laufrichtung sind ca. 1.800 m und 1.200 m Höhendifferenz im Anstieg oder im Abstieg zu bewältigen. Auf der Strecke erwarten die Läufer 5 markante Peaks. Den berüchtigten "Big Five" begegnen die Läufer mit tiefer Ehrfurcht. 
Dieser absolute Ultra-Klassiker wird am 16.06.2000 zum 75. Mal ausgetragen. Traditionell beträgt die Sollzeit exakt 11 Stunden. In diesem Jahr wird sie anläßlich der Jubiläums-Veranstaltung auf 12 Stunden erhöht, um mehr Läufern die Chance einer Teilnahme einzuräumen. Bis zum Meldeschluß am 2. Mai 2000 bedeuten 24.500 Meldungen eine Verdoppelung der letztjährigen Teilnehmerzahl.