
Dieser Artikel behandelt die Grundprinzipien von „Training“. Der Artikel will vermitteln, dass Training etwas anderes ist als eine mehr oder weniger anstrengende Übung, die je nach Jahreszeit, individueller Stimmung oder vermeintlich verfügbarem Zeitbudget sporadisch durchgeführt wird. Training beruht auf Aktivitäten, die in systematischer Art und Weise über längere Zeiträume organisiert werden, um auf diesem Wege eine kontinuierliche Entwicklung in Richtung Leistungssteigerungen zu erzielen.
Training unterscheidet sich prinzipiell von Verhaltensweisen, deren Motivation überwiegend auf dem Lustprinzip basieren. Selbstverständlich handeln wir gerne und häufig nach dem Lustprinzip. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir eine Aktivität ausführen, weil wir sie genießen können und uns damit kurzfristige Belohnungen verschaffen. Diese schönen Erfahrungen sind gerade darum für uns so wertvoll, weil sie nicht auf dauerhafte Veränderungen abzielen, sondern singuläre Ereignisse darstellen, die sich vom Alltag abheben und unserem Leben Qualität verleihen. Training kann und sollte selbstverständlich auch angenehme Emotionen aktivieren. Temporäre Befindlichkeiten haben jedoch eher nachrangige Bedeutung, weil Training auf unsichere Erfolgserwartungen in der Zukunft ausgerichtet ist. Training kann starke Unlustgefühle und auch Enttäuschungen provozieren. Realistische Einschätzungen von persönlichem Leistungs- und Zeitpotential bieten Schutz vor Negativerfahrungen.