Sonntag, 25. Juli 2010

San Francisco Marathon - USA 2010

Unser reduzierter Zustand verunsichert uns zwar, aber nach 4 Jahren Marathonabstinenz sind wir gewillt, veremintlich einen bescheidenen neuen Anfang zu markieren. Dass dieser Marathon unser letzter gemeinam gelaufener Marathon ist (dem wir 2 Walking-Marathons hinzufgen), ahnen wir nicht, als wir um 6:15 Uhr starten und das Ziel nach 5:01 Std. erreichen. Auf die Zeit können wir nicht stolz sein und erwähnen sie daher aus Gründen der Ehrlichkeit. Die Zeit entspricht dem, was wir trainiert haben und was wir auf dieser Strecke unter den gegebenen Umständen leisten können. Immerhin laufen wir die beiden Hälften in nahezu der gleichen Zeit, obwohl die 2. Hälfte anspruchsvoller ist. Auch mit dieser Zeit freuen wir uns, das Ziel erreicht zu haben und ein wenig Stolz ist auch dabei.
Bei insgesamt 5.942 Finshern laufen wir als 4458./4459. ein, d.h. wir lassen ca. 25 % der Finisher hinter uns und platzieren uns im hinteren Mittelfeld. Gisela erzielt in ihrer Altersklasse immerhin Platz 7 von 20.

Montag, 5. Februar 2007

Ist Laufen schädlich? Anmerkungen zur Marathonstudie (letztes Update: 05.05.2013)

Teilnehmer und Projektleiter der Marathonstudie vor dem Düsseldorf-Marathon 2006
Koronare Ereignisse zählen noch immer zu den größten Risiken in einem fortgeschrittenen Alter. Um Risikofaktoren früher zu erkennen und die Prognosefähigkeit koronarer Ereignisse zu verbessern, führt das Universitätsklinikum Essen seit dem Jahr 2000 die "Heinz Nixdorf RECALL-Studie" durch. Um den Einfluss von Ausdauersport auf die koronare Situation bewerten zu können, sollen zusätzlich Daten von Marathonläufern erhoben und mit den Daten einer vergleichbaren Gruppe der Durchschnittsbevölkerung abgeglichen werden.

Probanden der im Jahr 2005/6 durchgeführten „Marathonstudie“ sind langjährige männliche Marathonläufern der Altersgruppe ab 50 Jahren, die in mehreren Durchgängen von einem äußerst engagierten Team absolut gründlich und mehrfach untersucht werden. Die Probanden verpflichten sich zur Teilnahme am Düsseldorf-Marathon 2006, damit die Belastung der Wettkampfsituation in die Untersuchung einbezogen werden kann. 

Das Datenmaterial der Untersuchung wirft viele Fragen auf. Erste Ergebnisse sind nicht nur überraschend, sondern auch erklärungsbedürftig. Obwohl belastbare Antworten fehlen, formulieren etliche Medien schon bald nach den ersten Veröffentlichungen vermeintliche Erkenntnisse, gemäß denen intensiv betriebener Laufsport koronare Herzschäden provoziert. Nicht-Läufer vermuteten oder wussten schon lange, dass intensives Laufen nicht gesund sein kann. Das sagt ihnen bereits ihr 'gesunder Menschenverstand', ohne dass bislang wissenschaftliche Beweise vorlagen. Die Marathonstudie scheint nun die Beweislage zu liefern.

Samstag, 15. April 2006

Two Oceans Marathon 2006 - Große Erfolge, kleine Zeiten

Gisela ist 5x in Folge erfolgreich die Ultrastrecke gelaufen und genießt 2006 die Ehre, auf der Ausschreibung und auf dem offiziellen Veranstaltungsposter in dem Foto einer Läufergruppe am Chapman's Peak abgebildet zu sein.
Für mich lag in den Jahren 2004 und 2005 die Ultrastrecke über 56 km außerhalb meines Leistungsbereichs. Nach  unfallbedingter Knieoperation im Jahr 2003 toleriert das betroffene Knie keine höheren Belastungen. Das Ignorieren von Belastungsgrenzen ist regelmäßig mit dem Preis von Rückschritten zu zahlen, weshalb ich mich mit der Halbmarathondistanz zufrieden geben muss. Im Jahr 2005 konnte ich immerhin 3x die Marathondistanz mit bescheidenen Zeiten bewältigen und habe die Chance erkannt 2006 endlich wieder am Two Oceans Marathon teilzunehmen und meine persönliche Premiere auf der Route über den Chapman's Peak  nachzuholen. Lange Laufeinheiten waren im Training nur eingeschränkt möglich, weshalb ich einen hohen Anteil des Ausdauertrainings auf dem Fahrradergometer absolviert habe. Das Laufen lässt sich damit nur unvollständig und ungefähr im Verhältnis 3:1 ersetzen. Nach den 45,7 km im Februar 2006 in Zolder und den 47,7 km Anfang April in Stein sollte es möglich sein, Mitte April 2006 über 56km unter 7 Stunden zu bleiben.


Sonntag, 9. Oktober 2005

Chicago Marathon 2005 - memento moriendum esse

Bereits 2001 haben wir erkannt, dass sich der Chicago Marathon ideal mit einem Urlaub im Indian Summer kombinieren lässt. Für uns gilt jedoch die Einschränkung, dass der Marathontermin in den Herbstferien liegen muss. Im Jahr 2005 war es dann endlich so weit. Unsere Freunde H+W haben wir für diese Idee begeistern können. Unser in gemeinsamer Planung entstandes Urlaubsprogramm sieht in der Woche vor dem Marathon Traverse City am Lake Michigan als Standort vor. Von dort wollen wir vor allem Old Mission Peninsula auf der östlichen Seite des Lake Michigan erkunden. Nach dem Marathon ist die Door Peninsula auf der westlichen Seite des Lake Michigan unser Ziel. In Chicago buchen wir wieder das Hotel Hilton Towers am Grant Park, das sich bereits im jahr 2001 als idealer Standort bewährt hat. Als Juppy von unserem Vorhaben erfährt, ist gleich klar, dass er in Chicago dabei sein möchte. Für die Reise wird er sich wieder einer Gruppe anschließen.

Dienstag, 28. Juni 2005

Keep on running - Helmut Walter zum 70. Geburtstag

Helmut, mr han Dich jän, maach wigger esu und bliev, wie De bes, anderes wörste nit uszehaale! 
Ding Fründe  

Wer im Raum Köln regelmäßig an Laufwett- bewerben teilnimmt, kennt Helmut Walter, ein Urgestein der Kölner Laufszene. Seit über 26 Jahren ist der Kölner Architekt auf Strecken von 10 km bis Marathon unterwegs. 1994 hat sich Helmut auf dem Rennsteig auch auf der Ultradistanz bewährt, was aber ebenso wie die Teilnahme an einem Triathlonwettbewerb eine singuläre Episode ohne Spätfolgen blieb.






Dienstag, 17. Mai 2005

London Marathon 2005 - What a great day!

Zugegeben, als London- und Großbritannien-Fans sind wir keine neutralen Beobachter, wenn wir in unserer persönlichen Rangliste der Mega-Veranstaltungen den London-Marathon vor Chicago, New York und Berlin führen. Hierbei interessieren uns nicht die Geldsummen, über die die Veranstalter offensichtlich verfügen, um ein unvergleichbares Elitefeld einzukaufen. Es ist die Kombination von Londoner Flair, enthusiastischem Publikum und perfekter Organisation, die uns fasziniert. Die Veranstaltungen von Köln und Hamburg sind dagegen eher ein größeres „Dorffest“! 

Samstag, 26. März 2005

Two Oceans Marathon 2005 - Weniger Masse, mehr Klasse und 140 deutsche Finisher




Während im Vorjahr mit der Rückkehr auf die Originalstrecke ein Rekordfeld von fast 10.000 Meldungen angelockt wurde, gingen in diesem Jahr etwa 20 % weniger Starter ins Rennen. Die Teilnehmerzahl konnte sich jedoch mit 7.830 Meldungen über 56 km und 7.650 Meldungen für den Halbmarathon auf hohem Niveau stabilisieren und die Zeiten der Eliteläufer sind erneut exzellent. Von den insgesamt 1.038 internationalen Meldungen stellt Germany mit 228 das stärkste Kontingent und beeindruckt mit 140 Finishern auf der Ultrastrecke.
 

Sonntag, 29. August 2004

Moray Marathon 29.08.2004, Elgin, Schottland

Gisela gewinnt mit ihrer Zeit von 3:50 Std. nicht nur die Wertung FSV "female super veterans", sondern läuft auch in die Preisgelder (Einkaufgsgutschein 20 GBP). Die renommierte Distillary Macallan ist Hauptsponsor der sympathischen kleinen Veranstaltung mit ca. 200 Teilnehmern. Ein Vertreter der Distillary erweist sich als Genießer. Er überreicht im Rahmen der Siegerehrung eine Flasche Malt Whisky und spendiert den Damen ein Küßchen. Karlheinz war gemeldet, aber nach der Knie-OP für eine Sollzeit von 4:30 Std. nocht nicht fit genug. Ein T-Shirt und das obligatorische Goody Bag wurden ihm trotzdem überreicht. Organsiation und die großzügige Verpflegung im Start-/ Zielbereich sind vorbildlich.

Samstag, 10. April 2004

Two Oceans Marathon 2004 - Rückkehr auf die Originalstrecke mit Rekorden

Bei ihrer vierten Teilnahme in vier
aufeinanderfolgenden Jahren überrascht Gisela mit exzellenter persönlicher Rekordzeit und einer hervorragenden Platzierung. Nach guter Vorbereitung weiß Gisela dank ihrer Erfahrung ihr Rennen im Hinblick auf das Profil der Strecke richtig einzuteilen und verbessert auf der anspruchsvollen Strecke über 56km ihren persönlichen Streckenrekord um 7 Minuten auf 5:22 Std. Well done!

Kurz nach Gisela läuft Bruce Fordyce ein, der als neunfacher Comrades-Sieger eine südafrikanische Lauflegende ist und am Two Oceans mit caritativem Engagement teilnimmt.