Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen! - Laosi (Laotse, Lao-Tse, Laudse, Lao-tzu)
Ein Schlüsselerlebnis in den italienischen Alpen ist Auslöser eines Läuferlebens, den die Artikelserie 30 Jahre Laufglück dokumentiert. Im Juli 1987 schauen wir in Südtirol bei prächtigem Sommerwetter von der Payerhütte in 3.029
m Höhe zum 3.905 m hohen Ortler, höchster Gipfel der Ostalpen, und beobachten vom Gipfel zurückkehrende
Seilschaften. Wir bewundern Fähigkeiten der Bergsteiger. Beeindruckt sind wir jedoch vor allem von starken positiven Emotionen des Glücks und der Begeisterung, die zurückkehrende Bergsteiger ausstrahlen. Besondere Fähigkeiten ermöglichen
offensichtlich besondere Emotionen. An solchen Erfahrungen möchten wir teilhaben. Unsere Fitness ist durchaus brauchbar, immerhin können wir problemlos in 3 Stunden
von Sulden zur 1.200 m höher liegenden Payerhütte aufsteigen, aber
wir wissen, eine Ortlerbesteigung ist kein Spaziergang und auch keine Wanderung. Sie stellt technische und konditionelle Anforderungen, denen wir damals nicht gewachsen sind. Zusätzlich fehlen uns Erfahrung und Ausrüstung, aber das ist das kleinere Problem. Unser Alter scheint zumindest kein Hindernis zu sein. Die meisten der
beobachten Bergsteiger befinden sich in unsere Altersklasse (damals 37 Jahre). Etliche von ihnen sind
älter wir. Das kurze Erlebnis an der Payerhütte lässt uns nicht mehr los. die Tour auf den Ortlergipfel via Normalweg erklären wir zum Ziel für den Sommer 1988. Wir lassen uns auf ein Abenteuer ein, das wir uns erarbeiten müssen, ohne zu wissen, wie es ausgehen wird.





















