Donnerstag, 25. Januar 2018

Laufglück 3.0 - Was war 2000-2004: Marathon und mehr - Running into the great wide open

"Nur diejenigen, die riskieren, zu weit zu gehen, können herausfinden, wie weit sie gehen können."  T. S. Eliot
 
Gruppenfoto
Bis 1999 haben sich in 12 Laufjahren auf unserem Laufkonto jeweils mehr als 50.000 Lauf-Kilometer und 26 bzw. 35 Wettkämpfe über die Marathondistanz oder darüber hinaus angesammelt (Artikelserie 30 Jahre Laufglück). Im Jahr 2000 erreichen wir im Alter von 50 Jahren den Zenit unserer Ausdauer-Leistungsfähigkeit. Dank täglichem Training, ganzjähriger langer Läufe, hartem Wintertraining über den Jahreswechsel in Benediktbeuern und zahlreichen Wettkämpfen erlaubt eine stabile Belastbarkeit Marathonläufe ohne spezifische Vorbereitung.
Unser Fokus verlagert sich auf Ultra-Distanzen jenseits der Marathondistanz. Die Szene der kleinen Ultra-Gemeinde sammelt sich in Europa in einem öffentlich kaum sichtbaren Paralleluniversum. Den Austausch von Informationen organisiert unter dem Dach der International Association of Ultrarunners (IAU) in Deutschland die Deutsche Ultramarathon Vereinigung (DUV), bei der wir Mitglieder sind.

Samstag, 20. Januar 2018

Training im Königsforst nach den Winterstürmen Burglind und Friederike

Rath-Forsbacher Weg Lehmbacher WegSteinbruchsweg

Am 2. Januar fegt ein atlantisches Sturmtief über Deutschland hinweg, Sturm Burglind. Für den Namen ist der Sturm nicht verantwortlich, jedoch für zahlreiche Schäden. Die Namensvergabe regelt das Meteorologische Institut der Freien Universität Berlin im Rahmen von Wetterpatenschaften. An der Reihe war ein weiblicher Vorname mit dem Anfangsbuchstaben 'B'. Den Namen des Tiefs verdanken wir der Wetterpatin Burglind Gorn, die sich als Wetterpate den Namen gesichert hat. Wir kennen die Dame nicht und wissen keinen Tratsch zu berichten. Wenn wir gefragt worden wären (was eher in seltenen Ausnahmen der Fall ist), hätten wir für Brünhild plädiert, eine der neun Töchter Odins, die in der nordischen Götterwelt als Walküren den Tod ankündigen und Menschen beim Wechsel vom Leben zum Tod auf die andere Seite begleiten.
4 Tage nach dem Sturm sind im Köngisforst die meisten Hauptwege bereits freigeräumt, aber nicht alle, sodass unsere Laufstrecke vorübergehend zu einem abwechslungsreichen und interessanten Hindernisparcours mutiert. Abseits der Wege macht Bruchholz das Ausmaß der Zerstörung deutlich. - Fotoserie Burglind
Von Burglind verursachte Schäden sind noch nicht vollständig beseitigt, als Sturm Friederike am 18. Januar das Zerstörungswerk fortsetzt. Zwei Tage später können wir uns auf der Trainingsrunde im Köngisforst ein Bild machen. - Fotoserie Friederike

Lehmbachweg Rath-Forsbacher Weg Tütbergweg

Montag, 8. Januar 2018

Walk on the Wild Side - Trainingsrunde am Kölner Hochwasser

Blick von der HohenzollernbrückeAlte Liebe am Rodenkirchener RheinuferRheinufer am Fischmarkt

Das oft abschreckende Wintertraining ist aktuell spannend. Während ein Wintersturm unseren Parcours im Königsforst mit Hindernissen garniert (Post: Training im Königsforst nach Sturm Burglund), steigt im Rhein das Hochwasser mehr als 5,5 m über das Mittelwasser von 3,21 m (10-Jahres-Durchschnitt). Höhen vermeintlicher Jahrhunderthochwasser von 1784 (13,55 m), 1993 (10,65 m) und 1995 (10,69 m) und deren Schäden sind nicht zu befürchten, weil nach den letzten verheerenden Hochwassern Vorkehrungen für Wasserstände bis 11,30 m Höhe ergriffen wurden. Der Kölner Pegel (KP) steigt bis auf 8,87 m und löst Maßnahmen des Hochwasserschutzes aus. Schiffsverkehr wird ab 8,30 m KP eingestellt. Rheinuferwege sind wegen Überflutung gesperrt. Mobile Spundwände sichern tiefer liegende Ortsteile. Dass Security-Personal mobile Spundwände bewachen muss, damit Chaoten sie nicht entfernen, irritiert uns gewaltig. Erfreulicher stimmt eine Begegnung im Domforum. Auf unserer ca. 25 km langen Route gehen wir durch den äußeren Grüngürtel, zu dem der ehemalige preußische Festungsring nach dem 1. Weltkrieg umgestaltet wurde, vorbei am Festungsmuseum nach Rodenkirchen und entlang des Rheinufers bis zur Hohenzollernbrücke. Vor der Rückkehr durch die Innenstadt nutzen wir das Domforum für eine Pause und treffen dort überraschend auf einen netten alten Bekannten. - Fotoserie

Freitag, 24. November 2017

Läuferfreundschaft ohne Altersgrenzen - Juppi (Josef) zum 70. Geburtstag (Update 19.12.2017)

Zieleinlauf London to Brighton über 90 km,  5.10.2003
Juppi ist begeisterter Läufer. Seine Motivation beruht nicht auf natürlichem Talent, sondern auf Fleiß und einem starken Willen. Juppi beeindruckt nicht als eleganter Frontrunner. Wie bei der Lauflegende Emil Zatopek (1922 -2000) vermittelt sein Laufstil ein Bild harter Arbeit. Was wie Arbeit ausschaut, ist in Wahrheit Ausdruck von Leidenschaft, die keine Anstrengung scheut und sich mit der Rolle eines Statisten nicht zufrieden gibt. Juppi ist ein Kämpfer, nicht nur als Läufer, sondern in seiner Lebenseinstellung. Beim Laufen zeigt sich, was ihn auszeichnet. Mehr als 100 Marathonläufe und zahlreiche Ultraläufe beendet er ohne Ausnahme regulär im Ziel. Selbst wenn Bedingungen aussichtslos zu sein scheinen, kommt ein Abbruch nicht in Frage. Nicht der Weg ist das Ziel, Juppi will ankommen, aber letztlich läuft Juppi um des Laufens willen, weil Laufen Lebenselixier ist und Menschen glücklich macht!
- 26 Jahren Läuferfreundschaft - Diashow als Clip in Youtube: Läufer sind glückliche Menschen
- Josefs Ultra-Wettkämpfe und Bestleistungen in der DUV-Ergebnisdatenbank: Steingaß, Josef



Samstag, 4. November 2017

Rursee-Walk über 16,5 km Walk - Festtag im goldenem Herbst am Eifeler Obersee

Kölner Walker kurz vor dem ZielEinruhr am Rursee Der Rursee-Marathon beendet in Einruhr traditionell die touristische Saison an der Ruhrtalsperre. Seit der Erstauflage des Marathons im Jahr 1997 haben wir die Veranstaltung nur bei ernster Verhinderung versäumt. Marathon ist Vergangenheit, aber erfreulicherweise wird am Vortag des Marathons eine 16,5 km Walking-Runde im Nationalpark Eifel um den Obersee angeboten, an der wir heute zum 5. Mal teilnehmen. Prächtiges Herbstwettter lockt in diesem Jahr ein größeres Starterfeld als in Vorjahren auf die Strecke. Altersmäßig rücken wir allmählich an die Spitze. Nur 4 Starter sind älter als wir. Diese lassen wir im Ziel hinter uns. Auf der profilierten Strecke beginnen wir im moderaten Tempo und bemerken bald, dass heute mehr geht. Auf 3 knackigen Steigungen besetzen wir die Überholspur und landen mit der Endzeit von 2:26:54 auf den Plätzen 27/28 im vorderen Mittelfeld von 92 Finishern (Ergebnisliste 16,5 km Walking). Am Start und im Ziel treffen wir alte Lauffreunde, die uns in vielen Schlachten ans Herz gewachsen sind. Höchstes Lob gilt erneut einer perfekten Organisation dieser familiären Veranstaltung. Das ganze Dorf legt sich ins Zeug. Wir bewundern dieses Engagement und danken herzlich. - Fotogalerie

Montag, 22. Mai 2017

45. Rennsteig-Marathon von Neuhaus nach Schmiedefeld - Giselas 100. Marathon (Update 22.03.2018)

100. Marathon im Ziel SchmiedefeldRennsteig-Marathon_mit_Profil.jpg Seit 45 Jahren finden sich Liebhaber anspruchsvoller Landschaftsläufe im Frühjahr zum Rennsteiglauf im Thüringer Wald ein. Distanzen ab 17 km über Halbmarathon und Marathon bis zum Ultralauf sprechen Läufer, Walker und Wanderer an. Weit mehr als 10.000 Teilnehmer laufen, walken oder wandern von unterschiedlichen Startorten auf dem Rennsteig zum Ziel in Schmiedefeld.(1)
Seit 1994 blicken wir auf insgesamt 10 Rennsteigläufe zurück. In den vergangenen 3 Jahren haben wir die 35 km Walking Tour von Schnepfenthal nach Oberhof (tatsächlich 36-37 km) absolviert, die in diesem Jahr nicht mehr stattfindet. Ersatzweise ist der Rennsteig-Marathon von Neuhaus nach Schmiedefeld erstmalig auch für Walker und Wanderer ausgeschrieben. Die beste aller Ehefrauen ist eher skeptisch und verspricht sich von der Aussicht auf ihren 100. Marathon keinen besonderen Gewinn. Der Gatte hält dagegen, dass eine Hürde von 5-6 zusätzlichen Kilometern zu schaffen sein sollte und der vorsätzliche Verzicht auf Vollendung des 100. Marathons fast schon ein Straftatbestand sei. Wir planen schließlich die Teilnahme als Abschluss unserer Frühjahrsreise 2017. Berliner Freunde möchten erste Marathonerfahrungen sammeln. Sie melden sich ebenfalls als Walker an und begleiten uns. Fotogalerien: Registrierung in Neuhaus - Rennsteig-Marathon - Streckenfotos-Miniaturen

Sonntag, 23. April 2017

Aprilwetter beim 12. Darß-Marathon 2017 kann Kölner Teilnehmer nicht bremsen

Wanderung auf der Marthonlaufstrecke Logo Darß-Marathon auf der Laufstrecke Teilnehmerfüße im Startbereich

Ein Fixpunkt unserer Frühjahrsreise(1) ist die 4. Teilnahme am Walking-Halbmarathon im Rahmen des Darß-Marathons.(2) Das bereits an Vortagen dominierende feucht-kalte Wetter mit einstelliger Temperatur und böigem Wind legt am Veranstaltungstag nur kurze Pausen ein und mag dazu beitragen, dass trotz attraktiver Strecke, perfekter Organisation und liebevoller Läuferbetreuung nach mehr als 1.700 Meldungen in den Hauptwettbewerben lediglich 1.203 Finisher über die Marathon- und Halbmarathondistanz (inkl. Walking-Wettbewerbe) das Ziel in der großzügig bemessenen Sollzeit erreichen. Route, Streckenversorgung, Zuschauer, Empfang und Verpflegung im Ziel begeistern alle Jahre wieder.
Kölner Teilnehmer des Walking-Halbmarathons bestätigen ihre Leistungen der Vorjahre. Den Erfolg feiern sie am Abend im Restaurant Walfischaus am Hafen von Born und lassen mit dem Besuch des angenehmen Restaurants einen überaus erfreulichen Aufenthalt auf dem Darß ausklingen.(1) Die Rückkehr mit erneuter Teilnahme am Walking-Halbmarathon ist für 2018 bereits beschlossen.
Fotogalerien: Registrierung Darß-Marathon, Café Fernblau - 12. Darß-Marathon - Nachlese Darß-Marathon im Walfischhaus, Born

Samstag, 5. November 2016

Rursee-Walk über 16,5 km Walk um den Obersee im Rahmen der 20. Rursee-Marathons

Programm 20. Rursee-Marathon Wettkampfstrecken 20. Rursee-Marathon Der seit 1998 in der Eifel ausgetragene Rursee-Marathon zählt seit seiner Premiere zu den Landschaftsläufen, die uns immer wieder begeistern. Seit einigen Jahren genießen wir das Angebot eines Walks über 16,5 km am Vortag des Rursee-Marathons. Alljährlich wundern wir uns über das kleine Teilnehmerfeld dieser Veranstaltung um den Obersee der Ruhrtalsperre in landschaftlich großartiger Umgebung des Nationalparks Eifel. Persönlich bereitet uns das kleine Feld der Walker (65 Finisher sind registriert) kein Problem, sondern vermittelt uns trotz anspruchsvoller Strecke und unberechenbarem Wetter ein Gefühl von 'Glückskind'. Dass wir die Runde nicht in schnellen Schuhen gehen, ist für uns kein Grund zur Enttäuschung, sondern eine Motivation für das Training. Ca. 1 km vor dem Ziel erwartet uns ein alter Lauffreund, mit dem wir gemeinsam das Ziel erreichen.
Großes Lob verdient in diesem Jahr eine perfekte Streckenorganisation, die Irritationen der Vorjahre nach Überquerung des Paulusdamms gar nicht erst aufkommen lässt. Das attraktive Festzelt (ohne das dieses Event für uns kaum denkbar wäre) und eine reibungslose Organisation zählen zu den Trümpfen dieser Herbstveranstaltung, die dank zahlreicher engagierter Helfer nur scheinbar und bei jedem Wetter wie selbstverständlich funktioniert. Der Hauptpreis für herausragende Performance geht wie in jedem Jahr an den Verpflegungsservice im Festzelt. Unser Dank für dieses wunderschöne Event geht an alle Verantwortlichen und Helfer. Wir freuen uns auf die Fortsetzung! - Fotoserie: Rursee-Walk 5.11.2016

Samstag, 27. August 2016

Karwendelmarsch 2016 - Freestyle-Hardcore durch die Nördlichen Kalkalpen (Update 6.09.2020)

Falkenhütte, 1848 m, unter den Laliderer Wänden
Falkenhütte unter den Lalider Wänden
Anstieg zur Falkenhütte
Anstieg zur Falkenhütte
Auf dem Rückweg unseres Südtirol-Aufenthaltes nutzen wir die Gelegenheit zur Teilnahme am Karwendelmarsch(1), dessen Route im Karwendel, eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen, von Scharnitz nach Pertisau am Achensee verläuft. Die Distanz über 52 km weist nicht weniger als ca. 2300 Höhenmeter jeweils im Anstieg und Abstieg auf.(2) 2500 Startplätze sind 2 Monate vor der Veranstaltung vergeben. Teilnehmer melden sich als Läufer oder als Marschierer (Wanderer, Walker, Nordic Walker). Eine Klassenwertung findet nur für Läufer statt. Walking-Stöcke sind prinzipiell zugelassen. Läufer dürfen gehen und Marschierer dürfen laufen. Kategorien sind Makulatur. Marschierer können für eine Distanz über 35 km melden (tatsächlich 35,9 km) und am Zwischenziel Engalm auf dem Großen Ahornboden im Rißtal finishen. Auf der 'Kurzdistanz' sind ca. 1700 m Anstieg und 1450 m Abstieg zu bewältigen. Über 52 km gemeldete Läufer und Marschierer können ebenfalls an der Engalm finishen, müssen sich aber für die Ergebniswertung nachträglich umschreiben lassen. Wir haben eine Weile benötigt, um das Regelwerk zu verstehen und uns schließlich für den 'Marsch' über 52 km entschieden, um alle Optionen nutzen zu können. Trotz grandioser Landschaft und exzellenter Organsiation sind wir am Ende eines heißen Tages völlig verausgabt und schließlich mit 35,9 km in der Zeit von 7:35 Std. zufrieden.(3) - Fotoserien: Registrierung 26.08.2016 - Karwendelmarsch 27.08.2016


Samstag, 21. Mai 2016

44. Rennsteiglauf 2016 - 35 km Nordic Walking Tour über 36,6 km mit neuer Bestzeit - Nix tun kann jeder!

Plakat 44. Rennsteiglauf Einige Geheimnisse des Rennsteiglaufs werden wir vermutlich nie ergründen. Warum wird eine Nordic-Walking-Veranstaltung über 35 km ausgeschrieben, obwohl sie tatsächlich über 36,6 km geht, falls nicht Umleitungen (wie 2014) die Strecke zusätzlich verlängern? Warum ist diese Veranstaltung erst ab 2017 für die interessantere Marathondistanz konzipiert? Warum wird ab 2017 der Startort in Schnepfenthal aufgegeben und nach Neuhaus verlegt? Warum lassen sich die der komplizierten Logistik geschuldeten Bustransfers nicht frei von Dauer-Ärgernissen organisieren?
Viele Fragen wären überflüssig, wenn Bedingungen von Entscheidungen kommuniziert würden, anstatt am 'Old Style' intransparenter Politik festzuhalten. Seit 1994 nehmen wir inzwischen 10x am Rennsteiglauf teil und erfahren derartige Ungereimtheiten als originären Charakter dieser kultigen Laufveranstaltung mit 5-stelligen Teilnehmerzahlen. Befürchten die Macher ohne ein spürbares Maß an Chaos einen Identitätsverlust der Veranstaltung? Top motivierte Helfer vor Ort bügeln die meisten Mängel aus. Die Hoffnung auf Lernfähigkeit geben wir nicht auf.
Wie auch immer, mit unserem Auftritt sind wir hoch zufrieden. Auf der Strecke mit mehr als 1000 m Höhendifferenz steigern wir unsere persönliche Bestzeit des Vorjahres um 6 Minuten auf 5:25:15 Std.. Unsere Transponder für die Zeitnahme haben wir versemmelt, weshalb wir in Ergebnislisten nicht aufgeführt sind. Ergebnisstatistiken halten wir für uninteressant, weil Klassenwertungen nicht vorgesehen sind und ohnehin irregulär wären, wenn es sie gäbe. In unserem Leistungsbereich zählen wir zu wenigen Teilnehmern, die nicht hin und wieder joggen. Trotz aller Fragen und Einwände werden wir 2017 auf der Marathondistanz anzutreten. Verrückt? Nix tun kann jeder! - Fotogalerie 44. Rennsteiglauf 2016