Samstag, 2. November 2013

Laufglück in der Eifel - Rursee-Walk über 16,5 km am 2.11.2013

Vor dem Start zum Rursee-Walk
Der Rursee-Marathon ist ein mittelschwerer Landschaftslauf in der Rur-Eifel, auf dessen Strecke alljährlich am ersten November-Wochenende der Obersee und die Rurtalsperre mit Start und Ziel in Einruhr umrundet werden. Seit 1997 zählt der Rursee-Marathon zu unseren 'Must-do' Laufveranstaltungen. Gesundheitliche Handicaps erzwingen eine längere Pause, die mit der Teilnahme am Rursee-Walk über 16,5 km heute endet. Der Walk, eine Rahmenveranstaltung am Vortag des Rursee-Marathon, führt um den Obersee, eine Stauanlage zwischen der Rurtalsperre und Urfttalsperre. Trotz heute eher ungünstiger Bedingungen mit leichtem Regen und tiefem Gelände ist der Rursee-Walk mehr als eine Nostalgie-Veranstaltung. Die attraktive Strecke durch den Nationalpark Eifel und das Flair der Veranstaltung machen richtig Spaß und wecken Lust auf mehr davon. Diashow der Fotoserie


Sonntag, 15. September 2013

‚Born to Run’ oder einfach nur ‚Laufen!’? - Vorstellung zwei neuerer Laufbücher (letztes Update am 25.12.2013)

Zieleinlauf am Rennsteig nach 73,2 km
Obwohl Bücher über das Laufen bereits Bibliotheken füllen, überraschen immer wieder auch interessante Neuerscheinungen, die eine Empfehlung wert sind. Zwei solcher Bücher verdienen eine intensivere Betrachtung.
Laufen!, Dr. Dr. Lutz Aderhold, Dr. Stefan Weigelt (nachfolgend als Aderhold/Weigelt bezeichnet), Stuttgart 2012 
Born to Run. Ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glücklichsten Läufer der Welt, Christopher McDougall (nachfolgend als McDougall bezeichnet), München 2010 (amerikanische Originalausgabe 2009)  
Die Autoren beider Bücher bearbeiten ein gemeinsames Thema und verfolgen ähnliche Absichten. Beide Bücher werben für den Laufsport, indem sie die vielfältig wirksamen persönlichen Benefits darstellen, die sich dank Ausdauersport im Allgemeinen und Laufsport im Besonderen auf relativ einfache Art und Weise erreichen lassen. Diese Benefits sind nicht nur Ausprägungen statistischer Metriken, sie sind individuell erfahrbar und bedeuten auf langer Sicht eine nachhaltige Steigerung oder Stabilisierung persönlicher Gesundheit, Freude und Lebensqualität.

Inhaltlich schlagen die Autoren jedoch völlig andere Wege ein. Unterschiedlicher können Ergebnisse zu einem gemeinsamen Thema kaum ausfallen. Die jeweiligen Zugänge der Autoren zum Thema ‚Laufen' widersprechen sich nicht. Sie beruhen auf unterschiedlichen Perspektiven, die jeweils ihre Berechtigung haben und sich daher ergänzen.

Samstag, 27. April 2013

Ankunft im 100-Marathon-Club - Im Jubiläumsjahr einer 25-jährigen Laufkarriere ist der 100. Marathon vollendet

Zielfoto nach dem 100. Marathon
Trophäen des 100. Marathons
Zahlen haben Eigenschaften, die faszinieren können. Primzahlen sind u.a. solche Zahlen, deren Geheimnisse und Ästhetik Menschen seit Jahrtausenden beschäftigen. Jubiläumszahlen halten wir dagegen für Zahlenmagie, die Aberglauben entspringt. Wenn Meilensteine eines Lebens mit Zahlen fixiert werden, dürfte unbewusst magisches Denken beteiligt sein, dem auch wir nicht entkommen. Wie auch immer, unsere Läuferkarriere hat im Alter von 38 Jahren spät begonnen und währt bereits seit 25 Jahren. Mit dem Alter auftretende Einschränkungen körperlicher Leistungsfähigkeit lassen sich nicht ignorieren. Wir müssen ihnen Tribut zollen. Bei der Zahl von 99 bzw. 97 absolvierten Marathons (inkl. Ultraläufen) unter Wettkampfbedingungen gerät die Laufkarriere ins Stocken. Diese Zahlen können nicht zufrieden stellen, sie bewirken statt dessen Anmutungen von Unvollständigkeit, die nach Vollendung drängen. Daran arbeiten wir, denn die Motivation ist nicht erloschen. Dank der Veranstaltung des 6. 24-Stundenlaufs am Seilersee können wir heute unserer Erfolgsliste einen Marathon hinzufügen. Diashow der Fotoserie   
Den Organisatoren und einem wunderbaren Team danken wir von Herzen für ein großartiges Geschenk an die Läufergemeinde!


Samstag, 20. April 2013

Frühlingslauf unserer Kölner Laufgruppe, 'Breakfast included'

Treffen am Parkplatz Gleueler Straße
Laufstrecke durch das Waldlabor
Der Zahn der Zeit nagt an unserer Laufgruppe, wie sollte es auch anders sein. Aufgeben möchte die Kontakte niemand, aber unter gegebenen Umständen finden gemeinsame Läufe nur sporadisch und in kleinen Gruppen statt.
Gemeinsame sportliche Aktivitäten nehmen zwar ab, aber auch mit gelegentlichen Frühstücksstreffen bleiben Kontakte lebendig. Unserer Verabredung zum Frühstück geht heute ein Lauf im Kölner Stadtwald voraus, zu dem wir uns am Parkplatz Gleueler Straße treffen. Auf dem Weg zum Stadtwald begeistert uns bereits die Stimmung am Rautenstrauchkanal und im Lindenthaler Tierpark. Wie bestellt, stellt sich gerade heute frühlingshaftes Wetter ein, nachdem es zuvor wochenlang kalt und feucht war. Überall sprießt und blüht es, Frühlingsdüfte liegen in der Luft und Vogelgesang begleitet jeden unserer Schritte im sonnigen Morgenlicht. So lieben wir es und geben uns gerne dieser Stimmung hin. Diashow der Fotoserie

Donnerstag, 4. April 2013

Ingeborg Urbach läuft nicht mehr - "Läufer sind glückliche Menschen" (Jeff Galloway)

Ingeborg auf Robben Island, Südafrika, 2007
Für Ingeborg ist Jeff Galloways Statement zu 100 % gültig. Laufen und Leben waren für Ingeborg synonyme Begriffe. Wenn Ingeborg lief, war das Leben schön. Ein Leben ohne Laufen war für sie kaum denkbar. Wir kennen Ingeborg nur als ungewöhnlich freundliche, lustige und sehr herzliche Person, deren großes Herz Platz bot für viele Läufer der Kölner Szene und darüber hinaus. Besonder imponiert hat uns Ingeborgs Optimismus. Seit etlichen Jahren kämpfte sie gegen Gesundheitsprobleme an und musste sich darum bremsen, ohne das Laufen aufzugeben. Gegenüber Freunden machte Ingeborg aus ihren Problemen kein Geheimnis, fügte aber immer sogleich hinzu, dass sie um ihr Leben kämpfen werde, um weiter Laufen zu können. Aus dem Laufen bezog Ingeborg eine geradezu unglaubliche Kraft. Bei einer unserer letzten Begegnungen berichtet Ingeborg über ihre Krebserkrankung. Ehe sich Betroffenheit ausbreitet, spricht sie von vielen schönen Läufen, die sie sich für die nächste Zeit vorgenommen hat. Am 20.04.2013 erreicht uns die traurige Nachricht, dass Ingeborg nicht mehr läuft. Sie ist am 4. April 2013 im Alter von 59 Jahren verstorben und hinterlässt in der Kölner Laufszene eine schmerzhafte Lücke. Diashow einiger Fotos