Samstag, 25. Oktober 2003

Beachy Head Marathon GB 25.10.2003

Gisela auf der zweiten Hälfte, die Seven Sisters im Hintergrund
Der Beachy Head Marathon an der englischen Kanalküste von East Sussex findet seit 1981 alljährlich im Oktober statt. Obwohl es sich um einen echten Cross Country Lauf handelt, der insbesondere bei schlechterem Wetter extrem sein kann, zählt der Lauf mit bis zu 1.000 Teilnehmern zu den großen Marathons in Großbritannien und ist von Runner's World als die Nr. 2 der beliebtesten Marathons in GB gelistet.
Die Strecke durch die wunderschöne Landschaft des South Downs National Park ist teilweise weglos. Auch auf Wegen sind Zäune und Treppen im ständigen und zum Teil steilen Auf und Ab zu überwinden. Bei Regen sind einige Wege so tief verschlammt, dass es die Schuhe von den Füßen ziehen kann. Solche Bedingungen ziehen vor allem Spezialisten des Trail Runnings an. Zu diesen zählen wir uns nicht, aber nachdem wir im Urlaub des Vorjahres auf diese Veranstaltung aufmerksam geworden sind, war spontan klar, dass wir hier starten wollen, wenn der Termin in die Herbstferien fällt. Im Jahr 2003 war es dann so weit. Aufgrund der Folgen eines im Sommer erlittenen Bergunfalls konnte ich Gisela nur als Fotograf begleiten.

Samstag, 4. Oktober 2003

London to Brighton - One of the world's classic ultra-distance races - „Europäischer Comrades“ aus Sicht eines Beobachters

Ausblick vom London Eye Ankunft Josef in Brighton Nachdem ich zusammen mit meinem Aachener Lauffreund Josef bereits wiederholt den  Comrades Marathon in Südafrika gelaufen bin, ein absoluter 'Ultra-Klassiker', ist in diesem Jahr 'London to Brighton' an der Reihe, ein weiterer 'Ultra-Klassiker', der uns bisher noch fehlt.(1,2,3) Für 2003 ist die Strecke mit 87,085 km (54,1 Meilen) vermessen (ursprünglich 55 Meilen bzw. 88,5 km), entsprechend wird der Zielschluss auf 9:50 Std. (ursprünglich 10 Std.) vorverlegt.
2 Monate vor unserem Start stellt sich ein nicht lösbares Problem in Form eines Unfalls ein, durch den die Quadrizepssehne meines linken Knies nach einem vollständigen Abriss refixiert werden muss. Mein Start ist nach diesem Ereignis unmöglich. Josef spricht kein Englisch. Ich begleite ihn als Organisator und Betreuer. - Fotoserie Race - Fotoserie Besichtigungen

Samstag, 17. Mai 2003

Rennsteiglauf 2003 - 73,2 km Learning to fly oder der letzte Tango von Schmiedefeld

Im Sommer 2002 wirft eine notwendige Fußoperation Gisela weit zurück. Mit Willenskraft und Trainingsfleiß arbeitet sich Gisela aus diesem Tief heraus. Die Zeit von 3:58 Std. beim Königsforst-Marathon signalisiert bereits ansteigende Form. Mitte April erzielen wir beim Two Oceans Marathon über 56 km eine neue Bestzeit. 4 Wochen später wollen wir es auch noch einmal auf dem Rennsteig wissen.

Wir tanzen wieder unser "pas de deux" und freuen uns erneut mit 8:02:00 Std. über eine neue Bestzeit. Allerdings ist die Strecke in diesem Jahr angeblich ein wenig kürzer. Ob oder wie genau die Strecke vermessen ist oder jemals war, konnten wir bisher nicht erkennen. Die Kilometermarken können zumindest teilweise nur auf groben Schätzungen basieren, wie wir 2003 wieder einmal feststellen mussten. Trotzdem zählt der Rennsteiglauf von 2003 zu unseren schönsten und denkwürdigsten Lauferlebnisse. Mit Platz 2 von 18 in der Altersklasse und 32 von 145 in der Gesamtwertung hinterlässt Gisela eine Marke, die sich sehen lassen kann.

Samstag, 19. April 2003

Two Oceans Marathon 2003 - neue Bestzeit trotz schlechter Bedingungen

Eine neue persönliche Bestzeit erwarten wir heute nicht. Im Gegenteil treten wir verunsichert an und fürchten auf der zweiten Streckenhälfte die Gefahr eines Einbruchs.
So warm und feucht wie in diesem Jahr war es in Vorjahren nicht. Die hohe Luftfeuchtigkeit erinnert an Erfahrungen in tropischen Regionen. Darauf sind wir nicht eingestellt. Wie üblich sind wir zwar gut vorbereitet, aber erfahrungsgemäß ist unsere Leistungsfähigkeit unter solchen Bedingungen deutlich eingeschränkt. Enttäuschende Leistungen in der Vorbereitung verunsichern zusätzlich. Das Rennen über 56 km auf anspruchsvoller Strecke gehen wir vorsichtiger und skeptischer als üblich an. Am Ende des Tages kommt es ganz anders.