Sonntag, 7. Oktober 2001

Chicago Marathon 2001 - The Windy City reloaded touched by 9/11

Den im Vorjahr gefassten Vorsatz einer Wiederholung setzen wir tatsächlich um. Weniger erfreulich als diese Tatsache ist der Umstand, dass 4 Wochen vor dem Marathontermin mehrere Tausend Menschen mit den Twin Towers des World Trade Centers in New York zu Opfern terroristischer Akte geworden sind. Zufällig saß ich zu Hause auf meinem Farradergometer, als diese Meldungen mit Aufzeichnungen im Fernsehen liefen. Unfassbar, was dort passiert ist. Das Entsetzen findet in den USA kaum Worte. Ein großes und mächtiges Land steht unter Schock.
Unsere Planung sah vor, mit unseren Freunden C+H anzu- reisen. C. ist ebenfalls für den Marathon gemeldet. Sie tritt jedoch zurück, weil für H. Reiseverbot seitens seines Arbeit- gebers besteht. Wir bedauern, unter diesen nachvollziehbaren Umständen alleine reisen zu müssen. Doch dann kam noch einmal alles anders. Unseren Freund Juppy haben meine be- geisterten Berichte vom Vorjahr dazu motiviert, "heimlich" bei einem Reiseveranstalter zu buchen. Mit seiner Reisegruppe ist er einen Tag vor uns nach Chicago geschlichen und befindet sich bereits vor Ort, als wir am Freitag vor dem Lauf anreisen. Beim Eintreffen im Hotel klärt uns eine Nachricht auf und verrät seinen Standort. Eine perfekte Überraschung!



 

Samstag, 16. Juni 2001

76. Comrades 2001 - Diamonds for this Girl - THE ULTIMATE HUMAN RACE

Der Schmerz geht, der Stolz bleibt!

Für Euopäer ist die geradzu mythische Bedeutung des Comrades kaum nachvollziehbar. 15.063 Läufer sind in diesem Jahr angetreten, darunter ca. 20% Frauen. In der Sollzeit von 11 Stunden zu finishen und damit Helden- status zu erlangen, gelingt nur 10.740 Läufern, d.h. die Ausfallquote beträgt mehr als 30%! Diese Zahl macht die physischen und mentalen Anforderungen deutlich, die dieses Rennen stellt und zeigt die Quellen, aus denen sich der Mythos des Comrades nährt.
Im Vorjahr konnte ich mein Potential nicht ausschöpfen, was ich in diesem Jahr beim "Down Run" über 89 km von Pietermaritzburg nach Durban nachweisen wollte. Gisela hat inzwischen ebenfalls Freude an Ultradistanzen entwickelt, und gemein- sam haben wir seit Jahresbeginn bei mehreren Ultra- und Marathonwettbewerben gute Leistungen zeigen können. Nach dem erfolgreichen Rennsteiglauf vom Mai 2001 lag es nahe, gemeinsam beim Comrades 2001 anzutreten. Wo immer es sinnvoll erscheint, bevorzugen wir seit einigen Jahren, ein Rennen gemeinsam zu gestalten und gemeinsam im Ziel anzukommen. Den Comrades 2001 streben wir als einen neuen Höhepunkt unserer gemeinsamen Lauferfahrung an.


Samstag, 19. Mai 2001

Rennsteiglauf 2001 - Pas de deux über 75 km auf dem "langen Kanten"

Nach dem Erfolg beim Lauf über die 6 Stunden von Stein, NL, und unserer guten Premiere beim Two Oceans Marathon über 56 km lässt sich Gisela erstmals auf den "lanken Kanten" des Rennsteiglaufs ein. Den Lauf über 75 km mit mehr als 2.400 m Höhendifferenz wollen wir gemeinsam gestalten, so dass Gisela von den Erfahrungen meiner 3 früheren Teilnahmen profitiert und ich die Gewähr eines ruhigeren Tempos habe. 4 Wochen später wollen wir nämlich gemeinsam zum Down-Run des Comrades in Südafrika antreten, für den der Rennsteig bei ausreichender Substanz eine optimale Vorbereitung ist, wenn es gelingt, das Tempo angemessen zu kontrollieren.

Das Zielfoto nach 8:06:02 Std. deutet an, dass wir uns auf dieser schweren Strecke gut geschlagen haben. Am Ende wird Gisela zu ihrer eigenen Überraschung 2. ihrer Altersklasse. Chapeau! Wir erfahren jedoch erst im Nachhinein von der Platzierung. Biggi Linnartz aus Aachen ist so nett, die Medaille für Gisela in Empfang zu nehmen, um  sie Gisela später zu übergeben. Danke Biggi! 

Samstag, 14. April 2001

Two Oceans Marathon 2001 - Start einer neuen Serie

In der Nacht zum Ostersamstag sind wir gemeinsam mit Werner in Oranjezicht, Kapstadt, zum Start unseres ersten Two Oceans Marathons aufgebrochen. Die Route führt in einer Schleife von 56 km über die Kaphalbinsel von Südafrika.
Im Ortsteil Newland stehen wir nebeneinander in der Startaufstellung auf der Main Rd und beschließen, vorerst zusammen zu laufen. Noch ist Nacht, aber der Startbereich ist gut ausgeleuchtet. Pünktlich um 6:00 Uhr erfolgt der Start.